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Geändert am: 12.03.2026 21:03:32

SMI und DAX letztlich mit Verlusten -- US-Börsen mit Minus -- Asiens Börsen schliessen im Minus

Der heimische und der deutsche Leitindex verabschiedeten sich am Donnerstag mit Verlusten in den Feierabend. Die US-Börsen schlossen auf rotem Terrain. Die asiatischen Börsen präsentierten sich am Donnerstag mit Verlusten.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag von seiner schwächeren Seite.

Der SMI eröffnete die Sitzung in der Verlustzone, wo er den Handelstag auch beendete. Sein Schlussstand: 12'842,16 Punkte (-0,90 Prozent).
Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI starteten bereits mit Abgaben in die Sitzung und folgten der Tendenz des Leitindex. Sie gingen 0,24 Prozent tiefer bei 17'915,17 Punkten bzw. 0,78 Prozent schwächer bei 2'038,12 Punkten in den Feierabend.

An den internationalen Finanzmärkten spielte sich am Donnerstag ein weiterer verlustreicher Handelstag ab. Die Sorge vor einer Eskalation im Persischen Golf und sprunghaft steigende Ölpreise haben die asiatischen Börsen bereits stark belastet. Auch für den hiesigen und die europäischen Märkte war das Sentiment negativ.

Berichte über Angriffe auf Tanker und die Schliessung von Ölterminals haben die Rohölpreise erneut über die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar je Barrel steigen lassen - ein Niveau, das die Inflationssorgen weltweit anheizt und höhere Zinsen befürchten lässt.<
Die Ankündigung der Internationalen Energieagentur (IEA) sowie der US-Regierung, Öl aus strategischen Reserven freizugeben, habe sich als homöopathisches Beruhigungsmittel entpuppt, das lediglich die Symptome behandelt, hiess es in einem Kommentar. Die Sicherung und Wiederbelebung der Schifffahrt um Hormus wäre die eigentliche Lösung zur Bewältigung der Krise. Entsprechend werde die extreme Volatilität im Energiesektor auch weiter das Geschehen an den Märkten bestimmen, ergänzte ein Händler.

Und als wären die Nerven der Investoren nicht schon angespannt genug, brachte die US-Regierung auch das Thema Zölle zurück auf die Tagesordnung: Die Trump-Regierung kündigte am Mittwoch neue Handelsuntersuchungen gegen China, Mexiko, die Europäische Union und mehr als ein Dutzend weitere Volkswirtschaften an, darunter auch die Schweiz. Ziel ist es, die sogenannten reziproken Zölle von Präsident Donald Trump zu ersetzen, die kürzlich vom Obersten Gerichtshof der USA für rechtswidrig erklärt wurden.

Diese Nachrichtengemengelage drückt denn auch auf die Stimmung. !-- sh_cad_3

DEUTSCHLAND

Der deutschen Aktienmarkt bewegte sich am Donnerstag auf rotem Terrain.

Der DAX präsentierte sich bereits zu Handelsbeginn mit negativen Vorzeichen und beendete den Handel auch 0,21 Prozent tiefer bei 23'589,65 Punkten.

Der DAX hat am Donnerstag in einem Umfeld wieder erhöhter Ölpreise und positiver Reaktionen auf Unternehmensberichte nur leicht nachgegeben. Ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent kostete am Morgen zeitweise wieder mehr als 100 US-Dollar. Eine Panik, wie es sie am Montag mit einer Ölpreisspitze bei fast 120 Dollar und einem DAX-Tief von 22'927 Punkten gegeben hatte, blieb nun jedoch aus.

Massgeblich für Anleger bleibt die Entwicklung der Öl- und Gaspreise, weil der von den USA und Israel angegriffene Iran immer stärker die Energiewirtschaft in der Golfregion ins Visier nimmt. US-Präsident Donald Trump stellt zwar seit Tagen ein baldiges Ende des Krieges in Aussicht. Noch scheinen die Kapazitäten des Regimes in Teheran aber ausreichend für zumindest schmerzhafte Schläge.

WALL STREET

An der Wall Street dominierten am Donnerstag die Bären.

Der Dow Jones verabschiedete sich mit einem Abschlag von 1,56 Prozent bei 46'677,85 Zählern.
Auch der NASDAQ Composite schloss mit Verlusten und verlor schlussendlich 1,78 Prozent auf 22'311,98 Zähler.

Im Fokus blieb der Iran-Krieg samt der Ölpreise, die trotz der Freigabe von Reserven durch die Internationale Energieagentur weiter steigen.

Anleger scheuten weiter Risiken. Denn zum einen wurden in irakischem Gewässer zwei Öltanker angegriffen, und zum anderen verunsicherten Aussagen von Irans neuem Religionsführer und Staatsoberhaupt. Modschtaba Chamenei forderte Rache für die Opfer im Krieg gegen die USA und Israel. Auch müsse "weiterhin der Hebel der Blockierung der Strasse von Hormus genutzt werden". Sie ist ein Nadelöhr der globalen Energieversorgung.

Die vor der Startglocke veröffentlichten US-Konjunkturdaten setzten erneut keine Impulse. Bereits am Vortag hatten die im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen Verbraucherpreise für Februar kaum Beachtung am Markt gefunden. So hat die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung in der Woche zum 7. März leicht abgenommen.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen am Donnerstag rote Vorzeichen aus.

In Tokio verlor der Nikkei 225 1,04 Prozent auf 54'452,96 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite um 0,1 Prozent auf 4'129,10 Zähler.

In Hongkong gab der Hang Seng um 0,7 Prozent auf 25'716,76 Zähler ab.

Wieder steigende Ölpreise lasteten am Donnerstag auf den Börsen in Asien. Angriffe auf mehrere Schiffe in der Strasse von Hormus treiben den Preis für ein Barrel Brentöl nach oben. Zeitweise überwand er die Marke von 100 Dollar.

Dass der Ölpreis nicht so drastisch anzieht wie am Montag, als das Barrel zeitweise um 120 Dollar kostete, liegt daran, dass zahlreiche Länder strategische Ölreserven freigegeben haben. Die Internationale Energieagentur hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass ihre Mitglieder 400 Millionen Barrel freigeben würden - die bisher grösste Menge in der Geschichte. Allerdings dürfte das nicht reichen, um die praktisch vollständige Unterbrechung von Öltransporten durch die Strasse von Hormus und die Förderunterbrechungen am Persischen Golf zu kompensieren.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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