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Geändert am: 14.09.2026 22:16:12

Fed-Zinsentscheid rückt näher: SMI schliesst in Grün -- DAX schlussendlich im Minus -- US-Börsen zum Handelsende tiefer -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlich

Während der heimische Aktienmarkt am Montag zulegte, war bei den deutschen Nachbarn ein Minus zu sehen. Anleger an den US-Börsen hielten sich zurück. Die Börsen in Fernost wiesen zum Wochenstart unterschiedliche Vorzeichen aus.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt präsentierte sich zum Wochenstart stärker.

Der SMI vergrösserte seinen frühen Gewinn und schloss 0,75 Prozent höher bei 13'878,54 Punkten.
Auch die Nebenwertindizes SPI und SLI legten zu und beendeten den Montagshandel mit Zuwächsen von 0,60 Prozent bei 19'570,58 Zählern bzw. 0,19 Prozent bei 2'224,12 Einheiten.

Der Schweizer Aktienmarkt war zweigeteilt wie selten. Grosse Fragezeichen zu KI, ein neuerlicher Ölpreisanstieg und die Ungewissheit im Vorfeld der US-Zinsentscheidung sorgten bei Technologietiteln und diversen Zyklikern für satte Abgaben. Defensive Papiere waren hingegen gefragt. Und weil diese den SMI dominieren, legte dieser klar zu.

Die globale KI-Euphorie bekam am Wochenende einen argen Dämpfer. Er sei besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, liess Anthropic-Chef Dario Amodei verlauten. Er rief die Branche dazu auf, die KI-Entwicklung zu verlangsamen - und bekam prominente Rückendeckung, etwa vom Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman. Dieser erteilte zudem einem schnellen Börsengang seines Unternehmens eine Absage. "Es stellt sich nun die Frage, ob ein vorsichtigeres Entwicklungstempo die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bremsen und damit die hohen Gewinnerwartungen der Branche gefährden könnte", kommentierte ein Experte.

Der Ölpreis ist zudem gestiegen. Dafür sorgten zum einen der Ausfall einer wichtigen Pipeline in Saudi-Arabien infolge des Konflikts mit der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz. Zudem wurde ein Aussenministertreffen der Staaten am Persischen Golf zum festgefahrenen Konflikt über die Strasse von Hormus kurzfristig abgesagt.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenstart schwächer.

Nach einem negativen Start verlor der DAX noch mehr an Boden und ging schlussendlich 0,50 Prozent leichter bei 25'440,81 Punkten in den Feierabend.

"Der DAX bleibt im Spannungsfeld eines Unsicherheitscocktails aus geopolitischen Risiken, geldpolitischen Fragezeichen und KI-Bedenken gefangen", sagte Marktanalyst Timo Emden vom Broker CapTrader. "Mit jedem weiteren Ölpreisschub wächst die Sorge, dass die Inflation befeuert und die Notenbanken unter Zugzwang gesetzt werden könnten."

Die Ölpreise legten wegen der weiter ungeklärten Lage rund um die Strasse von Hormus zu. Massiv unter Druck gerät der weltgrösste Ölexporteur Saudi-Arabien: Wegen der zunehmenden Bedrohung der zweiten Meerenge Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz im Jemen muss das Königreich nach Drohnenangriffen auch noch eine wichtige Pipeline abschalten.

Zudem belasteten neue Befürchtungen rund um das Trendthema KI. Nach dem Schock eigenständiger Hacking-Attacken durch Künstliche Intelligenz sei er besorgt, dass in sechs bis zwölf Monaten ein KI-Schwarm in der Lage sein könnte, das gesamte Internet zu übernehmen und potenziell Hunderte Milliarden Dollar Schaden zu verursachen, fürchtet Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic. Er rief die Branche dazu auf, die Entwicklung ihrer leistungsfähigsten Modelle zu verlangsamen. Amodei bekam mit dieser Meinung prominente Rückendeckung, etwa von Tesla- und SpaceX-Chef Elon Musk sowie dem Chef des ChatGPT-Entwicklers OpenAI, Sam Altman. Dieser erteilte zudem einem schnellen Börsengang seines Unternehmens eine Absage - der werde im laufenden Jahr wegen der vorhandenen Sicherheitsbedenken wohl nicht mehr stattfinden. Dies bremste deutsche Aktien mit eingepreister Fantasie bei diesem Trendthema merklich ein.

WALL STREET

Anleger an den US-Börsen hielten sich zum Wochenstart zurück.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher, drehte im Verlauf jedoch ins Minus und gab letztlich 0,29 Prozent auf 54'421,20 Punkte nach.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor zum Start deutlich. Im Verlauf reduzierte er seine Verluste jedoch etwas und notierte zum Handelsende 0,56 Prozent tiefer bei 26'186,41 Zähler.

Der Technologie-Sektor wurde von Sicherheitswarnungen bezüglich Künstlicher Intelligenz (KI) belastet. Aus diesem Grund verschiebt OpenAI auch seinen Gang auf das Börsenparkett.

Die KI-Sicherheitswarnungen könnten das Ende des rasanten Wachstums bei den Investitionen in Rechenleistung und KI-Infrastruktur signalisieren, so Kathleen Brooks von XTB. Die Chefs von Anthropic, OpenAI und SpaceX hätten alle zu einer Verlangsamung der Entwicklung von KI-Modellen aufgerufen, was eine "höchst ungewöhnliche einheitliche Botschaft" sei. Der Aufruf könnte ein Ende der Hyperskalierung signalisieren, was massive Auswirkungen auf die Finanzmärkte hätte, meint Brooks. Mehr als die Hälfte der Sektoren, die den S&P-500 ausmachen, seien mit KI verbunden, während Hyperscaler ein Drittel der Gewichtung des Blue-Chip-Index ausmachten, merkte Brooks an.

"Für die Märkte ist die Schlüsselfrage, ob dies das erste Anzeichen dafür ist, dass sich der aussergewöhnliche KI-Investitionszyklus schliesslich abschwächen könnte", so die Deutsche Bank. Zudem werden mit einem steigenden Zinsniveau deren oft sehr hohe Bewertungen schwerer zu rechtfertigen, hiess es.

ASIEN

Die Märkte in Fernost zeigten sich zum Wochenstart mit unterschiedlichen Tendenzen.

Der Nikkei 225 verlor letztlich 0,81 Prozent auf 63'492,99 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite 0,07 Prozent tiefer bei 3'885,33 Zählern.

In Hongkong legte der Hang Seng hingegen schliesslich um 0,45 Prozent auf 24'917,60 Einheiten zu.

Nach den US-Inflationsdaten am vergangenen Freitag rückt in dieser Handelswoche der Zinsentscheid der Fed in den Mittelpunkt. Daneben blieb der Nahost-Konflikt das bestimmende Thema an den weltweiten Märkten, durch den die Ölpreise weiter zulegten. Das drückte vor allem auf kapitalhungrige Aktien und Indizes wie den technologielastigen Nikkei 225.

Ausserdem sorgte OpenAI für Aufsehen, da das Unternehmen wegen Sicherheitsbedenken dieses Jahr nicht an die Börse gehen wird. Aktuell sei ein unkluger Zeitpunkt für den ChatGPT-Entwickler für einen Börsengang, sagte CEO Sam Altman. Das Unternehmen wolle sich aktuell darauf konzentrieren, das zu liefern, was für Sicherheit und Ausrichtung erforderlich sein werde. "Angesichts all dessen, was beim Thema Sicherheit geschieht, wäre der jetzige Zeitpunkt für einen Börsengang unklug, und wir spüren in dieser Hinsicht keinen Druck", so Altman in einem Interview, das am Samstag veröffentlicht wurde.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 14’510.80 19.84 S2B9EU
Short 14’821.19 13.72 SL4BRU
Short 15’354.52 8.95 BSUC2U
SMI-Kurs: 13’956.58 21.09.2026 17:31:39
Long 13’392.32 19.56 SJBMDU
Long 13’097.00 13.86 S5BOUU
Long 12’547.09 8.95 SMLB7U
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

Wirtschaftsdaten

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14.09.26 Industrieproduktion (Monat)
14.09.26 Consumer Price Index (YoY)
14.09.26 Verbraucherpreisindex ( Monat )
14.09.26 Verbraucherpreisindex ( Jahr )
14.09.26 Erzeuger- und Importpreise (Monat)
14.09.26 Erzeuger- und Importpreise (Jahr)
14.09.26 WPI Inflation
14.09.26 M1 Geldmenge (YoY)
14.09.26 Leistungsbilanz (im Monatsvergleich)
14.09.26 M2 Geldmenge (Jahr)
14.09.26 Neue Kredite
14.09.26 ECB's Schnabel speech
14.09.26 Handelsbilanz
14.09.26 Importe
14.09.26 Exports
14.09.26 Consumer Price Index (YoY)
14.09.26 Current Account
14.09.26 Produktionsverkäufe (Monat)
14.09.26 Verbraucherpreisindex (Jahr)
14.09.26 BoC Kern-Verbraucherpreisindex (Jahr)
14.09.26 Verbraucherpreisindex (Monat)
14.09.26 BoC Kern-Verbraucherpreisindex (Monat)
14.09.26 Verbraucherpreisindex - Kernrate (Monat)
14.09.26 ECB's Cipollone speech
14.09.26 EZB-Präsidentin Lagarde spricht
14.09.26 Auktion 3-monatiger Treasury Bills
14.09.26 Auktion 6-monatiger Treasury Bills
14.09.26 EZB-Präsidentin Lagarde spricht
14.09.26 Wachstum des Exportpreises
14.09.26 Wachstum Importpreis ( Jahr )

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