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Geändert am: 16.01.2025 22:01:17

SMI geht stärker aus dem Handel -- DAX schliesst nach neuem Rekord im Plus -- Wall Street letztlich in Rot -- Börsen in Fernost am Donnerstag fester

Der heimische Aktienmarkt zeigte sich im Donnerstagshandel mit positiver Tendenz. Der deutsche Leitindex konnte Gewinne verbuchen. An den US-Börsen waren am Donnerstag Verluste zu verzeichnen. An den Börsen in Fernost ging es nach oben.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt verbuchte am Donnerstag Gewinne.

Der SMI eröffnete knapp im Plus und behielt seine positive Tendenz anschliessend bei. Er ging schliesslich 1,36 Prozent stärker bei 11'942,00 Punkten in den Feierabend.
Die Nebenwerteindizes SPI und SLI konnten ebenfalls zulegen. Sie beendeten die Sitzung 1,17 Prozent höher bei 15'908,04 Zählern bzw. 1,17 Prozent fester bei 1'972,95 Einheiten.

Der Schweizer Aktienmarkt knüpfte am Donnerstag an den Aufwärtstrend vom Vortag an. Stützend wirkte unter anderem ein starkes Ergebnis des SMI-Schwergewichts und Luxusgüterherstellers Richemont. Händler beurteilten auch den Rückgang der Rendite der zehnjährigen US-Treasury Bonds als sehr erfreulich. Dies zeige nachlassende Zinsängste.

In den USA hatte sich der Preisauftrieb Ende des vergangenen Jahres zwar wie erwartet verstärkt. Doch die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed besonders wichtige Kernrate war überraschend leicht gesunken. Das minderte Sorgen, dass die US-Notenbank Fed 2025 ihren Zinssenkungskurs stoppen könnte oder perspektivisch vielleicht sogar den Leitzins anheben muss. Positiv sei auch die Einigung auf eine Waffenruhe in Gaza.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex präsentierte sich am Donnerstag freundlich.

Der DAX notierte zum Handelsbeginn im Plus und behielt seine positive Tendenz anschliessend bei. Bei 20'675,08 Zählern erreichte er ein neues Allzeithoch, bevor er sich 0,39 Prozent höher bei 20'655,39 Punkten mit dem höchsten Schlusskurs seiner Geschichte in den Feierabend verabschiedete.

In Summe positiv aufgenommene Geschäftszahlen zahlreicher Unternehmen haben dem DAX am Donnerstag eine weitere Bestmarke von gut 20'675 Punkten beschert.

Am Vortag hatte der Index frischen Schwung erhalten von Inflationsdaten aus den USA. Diese hatten Sorgen gemildert, dass die US-Notenbank Fed in diesem Jahr ihren Zinssenkungskurs stoppen oder perspektivisch vielleicht sogar den Leitzins anheben könnte.

Analyst Sören Hettler von der DZ Bank gab in diesem Umfeld in einer Studie aber auch zu bedenken, dass der DAX nicht Deutschland sei. "Unter 20 Prozent der Umsätze werden in Deutschland erwirtschaftet." Die Kursentwicklung des DAX folge daher am ehesten dem globalen Wirtschaftswachstum. Daher dürfte 2025 aus seiner Sicht für den DAX erneut ein erfolgreiches Aktienjahr werden.

WALL STREET

Die US-Börsen gaben am Donnerstag nach.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung etwas höher, drehte anschliessend jedoch ins Minus. So beendete er den Handelstag auch 0,16 Prozent schwächer bei 43'153,13 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite gab ebenfalls nach, nachdem er im Plus gestartet ist. Zum Feierabend notierte er 0,89 Prozent tiefer bei 19'338,29 Zählern.

Mit Blick auf die Konjunkturdaten stiegen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet. Der Anstieg der viel beachteten Einzelhandelsumsätze im Dezember blieb unterdessen hinter den Prognosen zurück. Damit haben laut der Helaba die Zinssenkungserwartungen wohl Bestand und könnten im ersten Halbjahr sogar wieder leicht zulegen.

Am Vortag hatten die US-Verbraucherpreise die Marktstimmung schon deutlich aufgehellt. Insbesondere der Rückgang der Kerninflation, die Energie und Nahrungsmittel ausklammert, und von der Notenbank Fed besonders beachtet wird, hatte für Erleichterung gesorgt.

ASIEN

An den Märkten in Asien wurden am Donnerstag Gewinne eingefahren.

In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich um 0,33 Prozent nach auf 38'572,60 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite derweil 0,28 Prozent auf 3'236,03 Zähler.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng schlussendlich um 1,23 Prozent aufwärts auf 19'522,89 Einheiten.

Nach den günstig ausgefallenen US-Erzeugerpreisen für Dezember am Mittwoch, ging es am Donnerstag an den ostasiatischen Börsen nach oben. Sie folgten damit der Wall Street, wo die dank der Preisdaten wieder besseren Aussichten auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank insbesondere bei den technologielastigen und damit zinsempfindlicheren Nasdaq-Indies für sehr kräftige Kursgewinne gesorgt hatten.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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