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Geändert am: 19.08.2025 22:13:37

Trump will Gipfeltreffen mit Putin und Selenskyj: SMI schlussendlich im Plus -- DAX letztlich etwas höher -- US-Börsen zum Handelsende uneins -- Asiens Börsen schliessen im Minus

Am heimischen Markt herrschte am Dienstag gute Stimmung. Der deutsche Leitindex machte am zweiten Handelstag der Woche kleine Gewinne. Die US-Börsen zeigten sich am Dienstag mit uneinheitlich. An den Märkten in Fernost ging es am Dienstag nach unten.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt bewegte sich am Dienstag nach oben.

Der SMI eröffnete minimal höher und zog im Tagesverlauf deutlicher an. Letztendlich verabschiedete er sich bei 12'212,19 und damit 1,16 Prozent fester in den Feierabend.
Die Nebenwerteindizes SPI und SLI schlossen sich der behaupteten Tendenz des Leitindex' an und gingen 1,11 Porzent höher bei 16'957,70 Einheiten bzw. 1,15 Prozent stärker bei 2'022,04 Zählern aus dem Handel.

Nach den Treffen ist vor dem Treffen: Am Schweizer Aktienmarkt warteten Anleger am Dienstag mit einer freundlichen Grundstimmung ab. Die wichtigen politischen Treffen zwischen Trump und Putin sowie mit Selenksy und den Europäern sind ohne grosse Ergebnisse und damit ohne frische Impulse für die Märkte zu Ende gegangen. "Aber immerhin auch nicht so desaströs wie im Februar", erinnerte ein Börsianer an das erste Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten im Weissen Haus.

Eine Positionierung in dieser Situation sei nicht einfach, erklärten Händler. Einerseits wolle niemand eine mögliche Friedens-Rallye verpassen, aber sich auch nicht zu früh aus dem Fenster lehnen, falls weitere Gespräche keine Fortschritte bringen. Zunächst richtet sich der Blick der Anleger nun auf das Fed-Protokoll am Mittwochabend und dann auf das jährliche Notenbanker-Treffen in Jackson Hole. Insbesondere von der Rede des unter Druck stehenden Fed-Chefs Jerome Powell am Freitag erhoffen sich viele frische Erkenntnisse über die künftige Zinspolitik in den USA.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Dienstag leicht aufwärts.

Der DAX verabschiedete sich 0,45 Prozent fester bei 24'423,07 Einheiten aus dem Handel, nachdem er nach einem positiven Handelsstart und einem Ausflug an die Nulllinie weiterhin leicht im Plus verblieb.

Der DAX blieb in Sichtweite seines Rekordhochs von Mitte Juli bei 24'639 Punkten. Zuletzt konnte er die Charthürde um 24'500 Punkte jedoch nicht mehr knacken. Nach dem Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie der politischen Führungsriege aus Europa bahnt sich bereits ein weiterer Gipfel zum Ukraine-Krieg an. Trump will ein Zweiertreffen zwischen Selenskyj und Kremlchef Wladimir Putin organisieren. Danach sollen Trump, Selenskyj und Putin zusammenkommen. Auf den grossen Friedensdurchbruch müssten die Börsianer weiterhin warten, schrieb Marktexperte Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es sei noch einiges an Zeit und Geduld nötig. Die Angst, sich an der Börse falsch zu positionieren, sei aktuell gross. "Niemand will eine mögliche Friedensrally verpassen. Gleichzeitig haben alle Angst vor dem Scheitern der Gespräche."

WALL STREET

An der Wall Street agierten die Anleger am Dienstag mit Vorsicht.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung knapp im Plus. Zwischenzeitlich rutschte unter die Nulllinie, zum Handelsende drehte er jedoch wieder in die Gewinnzone und ging marginale 0,02 Prozent höher bei 44'922,39 Punkten in den Feierabend.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite gab zum Start nur leicht nach. Im Verlauf fiel er jedoch tiefer ins Minus. Er ging mit einem Abschlag von 1,46 Prozent bei 21'314,95 Zählern aus dem Handel.

Die Anleger liessen vor dem Treffen der Notenbanker in Jackson Hole lieber Vorsicht walten. Vor allem die Rede des Fed-Präsidenten Jerome Powell am Freitag wird mit Spannung erwartet. Durchwachsene Daten vom US-Immobilienmarkt gaben keine klaren Impulse.

Am Markt wird mehrheitlich damit gerechnet, dass die US-Notenbank auf ihrer nächsten Sitzung Mitte September die erste Zinssenkung in 2025 vornehmen wird und bis zum Jahresende eine weitere Verringerung folgen dürfte. Ein Schritt von 0,25 Prozentpunkten gilt als eingepreist, nachdem der schwache Arbeitsmarkt inzwischen die Inflationsrisiken in den Hintergrund gedrängt hat. Entsprechend fehlen laut Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank aktuell weitere allgemeine Kurstreiber für Aktien. Die saisonal schwachen Monate August bis Oktober und steigende langfristige Anleiherenditen könnten daher "Anleger dazu verleiten, ihre jüngsten Gewinne mitzunehmen".

Weiterhin wird ausserdem auf Fortschritte für ein Kriegsende in der Ukraine gewartet. Daran haben auch die jüngsten Gespräche von US-Präsident Donald Trump mit Kremlchef Wladimir Putin und anschliessend mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj sowie den europäischen Verbündeten wenig geändert. Zuletzt reagierte Russlands Aussenminister Sergej Lawrow verhalten auf Trumps Bemühungen um ein schnelles Treffen zwischen Putin und Selenskyj.

ASIEN

Die wichtigsten Börsen in Asien zeigten sich am Dienstag tiefer.

In Tokio notierte der Nikkei 225 zum Handelsschluss 0,38 Prozent schwächer bei 43'546,29 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland verlor der Shanghai Composite um 0,02 Prozent auf 3'727,29 Zähler.
In Hongkong fiel der Hang Seng 0,21 Prozent auf 25'122,90 Indexpunkte.

Leichter haben sich die Börsen in Asien am Dienstag gezeigt, nachdem im Späthandel auch noch die Indizes in Shanghai und Hongkong in negatives Terrain abgedriftet waren. Auf den teils erreichten Rekordniveaus dürften auch Gewinnmitnahmen gebremst haben, zumal frische Impulse zunächst fehlten. Nachdem der Ukraine-Gipfel am Montag in Washington keine wesentlichen neue Erkenntnisse brachte, ausser der, dass sich US-Präsident Trump um einen Gipfel zwischen dem ukrainischen und dem russischen Präsidenten bemühen will, rückte das am Donnerstag in Jackson Hole stattfindende Notenbankertreffen noch stärker in den Fokus. US-Notenbankpräsident wird dort am Freitag reden und möglicherweise Hinweise geben, ob im September die Zinsen tatsächlich gesenkt werden, wie dies von den Märkten mit grosser Mehrheit erwartet wird.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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19.08.25 Consumer Price Index (YoY)
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19.08.25 BoC Consumer Price Index Core (MoM)
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19.08.25 Building Permits (MoM)
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