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Geändert am: 19.10.2023 22:08:49

Im Bann des Nahostkriegs: US-Börsen verlieren zum Handelsende -- SMI letztlich tiefrot -- DAX geht schwächer aus der Sitzung -- Asiens Börsen schliessen im Minus

Der heimische Markt erlitt am Donnerstag herbe Verluste. Auch der deutsche Leitindex gab nach. An den US-Börsen ging es am Donnerstag abwärts. Die Märkte in Fernost mussten Federn lassen.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt setzte seine Verlustserie am Donnerstag fort.

Der SMI gab bereits zum Handelsbeginn deutlich nach und fiel im Laufe des Tages tiefer ins Minus. Letztlich rutschte er um 2,13 Prozent auf 10'448,23 Punkte ab. Die Nebenwerteindizes SPI und SLI notierten ebenfalls weit im Minus. Sie verloren 1,93 Prozent auf 13'701,44 Zähler respektive 1,37 Prozent auf 1'638,96 Einheiten.

Die Talfahrt an den Aktienbörsen ging unvermindert weiter. Die Anleger seien wegen der geopolitischen Spannungen, der steigenden Zinsen und Ölpreise und der nach wie vor hohen Inflation verunsichert, hiess es am Markt. Viele versuchten nun daher ihre Positionen mit Derivaten abzusichern oder zögen sich aus dem Markt zurück, sagte ein Händler. Lange hätten die Märkte durch die Probleme hindurchgeblickt. "Doch nun scheint 'higher for longer' nicht nur für die Zinsen, sondern auch für die anderen Probleme zu gelten", sagt ein anderer Händler. Dazu komme, dass sich immer mehr Unternehmen nicht mehr so zuversichtlich äusserten und manche gar bei ihren Prognosen zurückruderten. Die Börsen hätten die Talsohle wohl noch nicht ganz erreicht.

Zudem droht der Krieg in Nahost zu eskalieren, was sich am anziehenden Ölpreis ablesen lässt. Nach der verheerenden Explosion in einem Krankenhaus im Gazastreifen drohen die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Konflikts zu scheitern. Dies treibt den Ölpreis und damit Inflationssorgen in die Höhe. Der zehnjährige US-Treasury Bond wirft aktuell 4,92 Prozent ab und nähert sich der "Schallmauer" von fünf Prozent. Dies dürfte nicht nur die US- sondern die Weltwirtschaft beeinträchtigen, befürchten nun viele Händler. Zudem hinterfragen die Marktteilnehmer wegen der einbrechenden Immobilienpreise in China die Wirksamkeit von Stützungsmassnahmen der Regierung. "Die Stimmung ist einfach überall schlecht", resümiert ein Händler.

Hierzulande setzen zudem die Ergebnisse der Grosskonzerne Roche, Nestlé und Schindler Kursakzente.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt notierte am Donnerstag etwas tiefer.

Der DAX gab bereits zum Handelsstart leicht nach und fiel anschliessend tiefer ins Minus - zeitweise auch unter die 15'000-Punkte-Marke. Im Verlauf grenzte er seine Verluste jedoch wieder etwas ein und ging schliesslich 0,33 Prozent schwächer bei 15'045,23 Zählern in den Feierabend.

Der DAX hat nach der gestrigen Verkaufswelle am Donnerstag weitere Kursverluste erlitten. Im Fokus stehen SAP, Sartorius und die Deutsche Börse wegen Zahlen oder Neuigkeiten hinsichtlich der Jahresziele.

Der Krieg in Nahost lastet weiter auf der Stimmung. Ebenso Druck üben steigende Kapitalmarktzinsen auf den Aktienmarkt aus. Fachleute erklären dies vor allem mit den höheren Erdölpreisen. "Mit den erhöhten Ölpreisen und den zuletzt noch soliden Konjunkturzahlen sind auch die Inflationserwartungen gestiegen", heisst es in einem Kommentar der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

WALL STREET

Die US-Börsen verbuchten am Donnerstag Verluste.

So eröffnete der Dow Jones Index nahezu unverändert, fiel im Verlauf jedoch ins Minus zurück und beendete die Sitzung 0,75 Prozent tiefer bei 33'414,17 Punkten. Der NASDAQ Composite startete fester, rutschte dann jedoch ebenfalls auf rotes Terrain ab und verlor letztlich 0,96 Prozent auf 13'186,18 Zähler.

Am Donnerstag gingen die diplomatischen Bemühungen zur Einhegung des Konflikts weiter. So sicherte der britische Premierminister Rishi Sunak dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu bei einem Besuch in Tel Aviv erneut die Solidarität Grossbritanniens zu. Allerdings setzten sich auch die militärischen Auseinandersetzungen fort.

Am vorletzten Handelstag richteten die Anleger indes verstärkt wieder ihr Augenmerk auf die Geldpolitik. US-Notenbankchef Jerome Powell liess bei einem Auftritt im Wirtschaftsclub von New York die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung offen.

Auf Unternehmensseite gab die Berichtssaison weiter den Takt vor. Aufmerksamkeit zogen hier Tesla, Netflix und AT&T auf sich.

ASIEN

An den Börsen in Asien ging es am Donnerstag geschlossen abwärts.

In Tokio verlor der japanische Leitindex Nikkei 225 letztlich 1,91 Prozent auf 31'430,62 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland gab der Shanghai Composite derweil 1,74 Prozent auf 3'005,39 Zähler ab. Der Hang Seng präsentierte sich unterdessen mit einem Abschlag von 2,46 Prozent bei 17'295,89 Indexpunkten.

Deutliche Verluste mussten die Börsen in Asien am Donnerstag verkraften. Damit folgten sie den US-Börsen, die am Mittwoch Federn lassen mussten. Dort drückte wieder der massive Anstieg der Renditen, die auf den höchsten Stand seit mehr als 16 Jahren kletterten. Hauptbelastungsfaktor blieb der Nahostkrieg. Noch immer stand das von einer Rakete getroffenen Krankenhaus in Gaza-Stadt im Fokus. Daran änderten auch viele Indizien nichts, die nicht Israel, sondern vielmehr eine verirrte Hamas-Rakete als Urheber der Explosion sehen. Letztlich weisen sich Israel und die Hamas gegenseitig die Schuld zu.
Derweil hat der Iran die muslimischen Staaten zu einem Ölembargo gegen Israel aufgerufen. Die erhoffte Entspannung durch den Besuch von US-Präsident Joe Biden in der Region blieb aus, nachdem ein Treffen mit arabischen Spitzen abgesagt worden war.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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