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Geändert am: 20.01.2026 22:18:35
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Zollsorgen: SMI und DAX gehen deutlich tiefer aus dem Handel -- Wall Street letztlich mit starken Verlusten -- Märkte in Fernost schliessen schwächer
Sowohl der heimische als auch der deutsche Aktienmarkt steckten herbe Abschläge ein. Die US-Börsen mussten am Dienstag starke Verluste hinnehmen. Am Dienstag wiesen die wichtigsten asiatischen Indizes rote Vorzeichen aus.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt bewegte sich am Dienstag abwärts.
Nach einer negativen Eröffnung blieb der SMI auch anschliessend weit in der Verlustzone und beendete die Sitzung 0,81 Prozent tiefer bei 13'169,96 Punkten.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex und schlossen mit Abschlägen von 0,74 Prozent bei 18'198,72 Stellen bzw. 0,76 Prozent bei 2'131,53 Einheiten.
Die weltweiten Finanzmärkte blieben in erhöhter Alarmbereitschaft. Entsprechend ging es an den europäischen Börsen und auch hierzulande erneut abwärts. Da die Wall Street erst mit dem heutigen Handelstag in die Börsenwoche startete, wurde auch die Reaktion der US-Anleger auf die "Causa Grönland" mit Spannung erwartet. Und auch sonst spiegelten Entwicklungen wie die Rekordpreise für Gold und Silber, der weiter erstarkende Franken oder auch der gestiegene Volatilitätsindex VSMI die erhöhte Nervosität der Börsianer wider.
"Im Falle von weiteren schlechten Nachrichten, also einer Eskalation auf dem WEF in Davos oder zusätzlichen Trump-Zöllen für Staaten, welche seinem Friedensrat nicht beitreten, könnte eine Aktienmarktkorrektur schnell dynamischer ausfallen", kommentierte ein Stratege. Immerhin scheint die EU dieses Mal eine gewisse Entschlossenheit zu zeigen. In Brüssel ist mittlerweile die Rede von einer "Handels-Bazooka".
DEUTSCHLAND
Am Dienstag dominierten am deutschen Aktienmarkt die Bären.
Der DAX baute sein anfängliches Minus im weiteren Verlauf noch aus und ging 1,03 Prozent schwächer bei 24'703,12 Indexpunkten in den Feierabend.
Die am Wochenende wieder aufgeflammten Zollsorgen haben den deutschen Aktienmarkt auch am Dienstag deutlich belastet. Für den deutschen Leitindex, der zum Wochenauftakt wieder unter die runde Marke von 25'000 Punkten gerutscht war, ging die Korrektur der vorherigen Rekordjagd weiter. In der Vorwoche hatte er noch eine Bestmarke von 25'507 Punkten erreicht.
US-Präsident Donald Trump hatte den europäischen Anlegern am Wochenende die Laune verhagelt. Wegen des Grönland-Streits hatte er Strafzölle ab Februar angekündigt, die zum 1. Juni Zölle noch steigen sollen, sofern kein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt wird. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland.
Die Verschärfung der transatlantischen Spannungen und die neue Zollunsicherheit nagten an der europäischen Anlagestory, schrieb Beata Manthey, Aktienmarktstrategin der Citigroup. Es liege nun ein Schatten über der erwarteten Gewinnbelebung europäischer Konzerne. Manthey strich daher ihre Präferenz für Aktien Kontinentaleuropas und schätzt sie im globalen Kontext nur noch neutral ein - erstmals seit mehr als einem Jahr, wie sie betonte. Mit Blick auf einzelne Branchen ist sie besonders skeptisch für Auto- und Chemiekonzerne. Hier hält sie eine Belebung der Gewinnentwicklung für besonders schwierig.
Optimistischer äusserte sich Marina Zavolock von Morgan Stanley. Die neue Zolleskalation erschwere die Lage insgesamt zwar, allerdings seien die Belastungen höchst individuell, so die Anlageexpertin. Und letztlich werde Europa in seinem Kurs zu mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung bestärkt, was nicht nur Rüstungsinvestitionen, sondern auch der Reformagenda insgesamt Schub geben dürfte.

WALL STREET
Die US-Börsen haben die verkürzte Handelswoche tief auf rotem Terrain begonnen.
Der Dow Jones verlor zur Startglocke bereits klar und rutschte anschliessend noch stärker ab. Er beendete den Handel 1,76 Prozent tiefer bei 48'488,77 Punkten.
Der NASDAQ Composite machte zur Eröffnung ebenfalls Verluste und tendierte auch weiterhin tief im Minus. Er schloss den Tag 2,39 Prozent schwächer bei 22'954,32 Einheiten ab.
Für den S&P 500 ging es zum Beginn der Sitzung deutlich abwärts. Auch im weiteren Verlauf ging es weiter runter. Schlussendlich wurden Verluste in Höher von 2,06 Prozent bei 6'796,93 Stellen verzeichnet.
An der Wall Street liessen sich am Dienstag deutliche Kursverluste beobachten. Nach dem feiertagsbedingten Handelspause am Montag reagierten die US-Anleger nun auf die Eskalation im Streit um Grönland. Präsident Donald Trump hatte am Wochenende erneut Anspruch auf die zu Dänemark gehörende Insel erhoben und europäischen NATO-Staaten Strafzölle angedroht, die Dänemark militärisch unterstützen. Die Europäische Union kündigte daraufhin entschiedene Gegenmassnahmen an.
Im Mittelpunkt des Interesses stand nun das Weltwirtschaftsforum in Davos. Während EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die geplanten US-Strafzölle am Dienstag als "Fehler" bezeichnete und die Souveränität Grönlands verteidigte, wird am Mittwoch die Rede von Präsident Trump erwartet.
Anders als erwartet stellte sich im Handelsverlauf noch heraus, dass es an diesem Dienstag doch noch keine Entscheidung über die Rechtmässigkeit schon geltender US-Zölle durch den Obersten Gerichtshof geben wird.
Im Fokus der Anleger stand zudem die Netflix-Bilanz, die nach US-Börsenschluss veröffentlicht wurde.

ASIEN
An den Börsen in Fernost ging es am Dienstag abwärts.
In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 1,11 Prozent auf 52'991,10 Indexpunkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite schliesslich 0,01 Prozent tiefer bei 4'113,65 Einheiten.
Ebenso abwärts ging es unterdessen in Hongkong: Der Hang Seng präsentierte sich letztlich mit einem Minus von 0,29 Prozent auf 26'487,51 Stellen.
Überwiegend mit Abgaben zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag. Marktteilnehmer verwiesen auf die zunehmenden Sorgen in Bezug auf Grönland. US-Präsident Donald Trump hatte seine Ansprüche zur Übernahme des Landes bekräftigt - eine Lösung zeichnete sich weiterhin nicht ab. Obwohl die Besorgnis über Trumps Rhetorik bezüglich der Grönland-Kontrolle zunehme, nähmen die Märkte die Dinge recht gelassen, meinte Sally Auld, Chefvolkswirtin bei der National Australia Bank.
Sie setzten möglicherweise darauf, dass es bei den bevorstehenden Treffen in Davos zu einer Deeskalation kommen werde. Das Muster aus Eskalation und anschliessender Deeskalation sei etwas, das die Märkte von der Trump-Regierung gewohnt seien, fügte sie hinzu. Sollte sich das Thema jedoch weiter verschärfen, wären die Auswirkungen für die NATO erheblich und die Märkte wären gezwungen, sich neu zu kalibrieren, ergänzte die Teilnehmerin.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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| 20.01.26 | ZEW Umfrage - Konjunkturerwartungen |
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| SMI | 13’517.73 | 0.11% | |
| SPI | 18’689.12 | 0.27% | |
| NIKKEI 225 | 56’363.94 | 3.89% | |
| Hang Seng | 27’027.16 | 1.76% | |
| Shanghai Composite | 4’123.09 | 1.41% | |
| SLI | 2’161.70 | 0.34% |
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