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Geändert am: 28.07.2026 09:03:47

Zahlenflut und KI-Sorgen: SMI startet etwas leichter -- DAX zunächst etwas fester -- Asiens Börsen in Rot - Nikkei und KOSPI sacken kräftig ab

Während der heimische Aktienmarkt Verluste verzeichnet, ist beim deutschen Leitindex ein kleines Plus zu erkennen. An den Märkten in Fernost geht es am Dienstag bergab.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Dienstag zunächst eine Spur tiefer.

Der SMI eröffnet die Sitzung mit kleinen Abgaben.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI gehen ebenso etwas schwächer in den Dienstagshandel.

Am Vortag hatten die Entspannungssignale im Nahen Osten dem Leitindex SMI zu neuen Höchstständen verholfen. Die gegenseitige Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hält weiter an und schürt die Hoffnung, dass eine diplomatische Lösung gefunden werden könne. Die Ölpreise sinken in der Folge weiter und sorgen damit am Markt ebenfalls für eine gewisse Entspannung.

Von den Entspannungssignalen profitierten an der Wall Street denn auch die Standardwerte. Gleichzeitig setzte sich der Ausverkauf bei Halbleiteraktien fort. Er weitete sich am Morgen auch auf die asiatischen Börsen aus, wo Indizes wie der japanische Nikkei 225 oder auch der koreanische KOSPI zum Teil deutliche Einbussen verzeichneten.

"Die Anspannung am Markt spiegelt die Unsicherheit im Vorfeld einer für Aktien wichtigen Woche wider, in der die Gewinnmeldungen von Amazon, Meta Platforms und Microsoft auf dem Programm stehen", fasst es ein Händler zusammen. Auch Apple legt diese Woche Zahlen vor.

Nach dem ruhigen Wochenstart haben am Berichtstag bereits zahlreiche Unternehmen Zahlen vorgelegt, darunter der Blue Chip Sika. rotz eines rückläufigen Umsatzes konnte der Hersteller von Bauchemie- und Klebstoffen die Gewinnzahlen knapp halten.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt legt am Dienstag zunächst zu.

Der DAX notiert zum Situngsstart 0,53 Prozent höher bei 25'496,13 Punkten. Damit nähert sich das Barometer seinem jüngsten Rekord von 25'900 Zählern an.

Nach dem starken Rücksetzer der Preise für Rohöl und Gas am Vortag geben diese weiter nach. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September fiel auf rund 87 US-Dollar. In der vergangenen Woche notierte Brent in der Spitze noch über der Marke von 100 Dollar. Die Saison der Quartalsbilanzen kommt derweil hierzulande weiter in Fahrt. Am Dienstag lassen sich Mercedes-Benz und der Software-Anbieter Teamviewer in die Bücher schauen. Einen Blick wert sein dürften auch Aktien mit KI-Bezug. Diese litten im US-Handel sowie in Japan und Südkorea teils deutlich unter Sorgen vor wachsender China-Konkurrenz und ausufernden Finanzierungsnotwendigkeiten.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich zum Wochenstart mit verschiedenen Vorzeichen.

Der Dow Jones Industrial gewann 0,51 Prozent auf 52'209,69 Zähler.
Der technologielastige NASDAQ Composite verlor daneben 0,18 Prozent auf 24'932,08 Punkte.

Sinkende Ölpreise wegen neuer Hoffnung auf eine Deeskalation im Nahen Osten haben am Montag an den US-Börsen nur den Standardwerten geholfen. Im Technologiesektor wirkte die Chipbranche im Handel wegen neuer Sorgen vor Billigkonkurrenz aus China als Bremsklotz. Erholen konnten sich nur Tech-Werte aus der Software- und Internetbranche.

Im Technologiesektor droht die neue Börsenwoche ohnehin weiter unruhig und schwankungsreich zu bleiben. Denn in den kommenden Tagen stehen zahlreiche Quartalszahlen auf der Agenda, unter anderem von den Schwergewichten Microsoft, Meta Platforms und Apple. Hinzu kommt am Mittwoch die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed, auf die sich der Gesamtmarkt bereits vorbereitet.

ASIEN

Die asiatischen Märkte geraten am Dienstag unter Druck.

Besonders der japanische Nikkei 225 gerät dabei unter die Räder und gibt zeitweise kräftige 4,03 Prozent auf 62'313,21 Punkte nach.

Auf dem chinesischen Festland ist ebenso ein Minus zu sehen: Der Shanghai Composite verliert stellenweise 1,33 Prozent auf 3'806,85 Zähler.

Der Hang Seng zeigt sich derweil etwas stabiler und verliert zwischenzeitlich nur 0,10 Prozent auf 25'182,24 Einheiten.

Kräftig abwärts geht es allerdings in Südkorea: Der technologielastige KOSPI rutscht zeitweise um 10,84 Prozent auf 6'023,66 Punkte ab.

An den asiatischen Aktienmärkten geht es am Dienstag zum Teil steil nach unten. In Südkorea bricht der KOSPI ein, auch in Japan werden heftige Verluste verbucht. Die bekannten Bedenken über die gewaltigen Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) lösen eine erneute Verkaufswelle unter Halbleiterweiten aus. Der Ausverkauf im Chipsektor trifft die Börsen in Südkorea und Japan besonders hart. Berichte, wonach die jüngsten KI-bezogenen Finanzierungszusagen des US-Schwergewichts NVIDIA 750 Milliarden US-Dollar überstiegen, schürt Zweifel, ob die Nachfrage nach KI-Infrastruktur mit den Investitionen Schritt halten kann. Bereits in den USA zeigten sich Halbleiterwerte schwach.

Mit dem nahenden Monatsultimo steige zudem die Neigung zu Gewinnmitnahmen - gerade im Technologiesektor, heisst es. Zudem sorgt ein weiterer Bericht für Unruhe: In China nimmt offenbar ein staatlich unterstütztes Unternehmen die Massenproduktion von bestimmten Lithografie-Maschinen auf, die in der Halbleiterbranche Verwendung finden. Damit steigt unter Halbleiteranlagenherstellern der Wettbewerb.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 15’054.36 19.23 SJYB2U
Short 15’346.19 13.78 SYBKYU
Short 15’910.63 8.90 SQRBDU
SMI-Kurs: 14’452.54 28.07.2026 09:08:30
Long 13’848.19 19.36 SEBN5U
Long 13’540.43 13.65 SWB04U
Long 12’961.96 8.84 SE2BZU
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Unternehmensdaten

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28.07.26 Abirami Financial Services (India) Ltd / Quartalszahlen
28.07.26 Acadia Healthcare Co Inc / Quartalszahlen
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28.07.26 Air Liquide S.A. / Quartalszahlen
28.07.26 Air Liquide SA Prime de fidelite 2023 / Quartalszahlen

Wirtschaftsdaten

Datum Unternehmen
28.07.26 BRC Shop Preis Index (Monat)
28.07.26 RBA-Gouverneur Bullock spricht
28.07.26 Handelsbilanz (MoM)
28.07.26 Einzelhandelsumsatz (im Jahresvergleich)
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28.07.26 Arbeitslosenquote
28.07.26 Einzelhandelsumsätze ( Jahr )
28.07.26 Handelsbilanz, nicht-EU
28.07.26 M2 Geldmenge
28.07.26 Kredite an den Privatsektor
28.07.26 Geldmenge M3
28.07.26 Deutschlands Bundesbank Monatsbericht
28.07.26 Inflationsindex für Großhandel/IGP-M
28.07.26 Verbraucherpreisindex (YoY)
28.07.26 Verbraucherpreisindex (MoM)
28.07.26 Industrieproduktion
28.07.26 Industrieproduktion
28.07.26 Kumulativer Industrieertrag
28.07.26 Medio-Inflation
28.07.26 Bruttoinlandsprodukt (YoY)
28.07.26 Bruttoinlandsprodukt (QoQ)
28.07.26 ADP Beschäftigungsänderung 4-Wochen-Durchschnitt
28.07.26 Leistungsbilanz
28.07.26 Großhandelsinventare
28.07.26 Warenhandelsbilanz
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28.07.26 Immobilienpreisindex (Monat)
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