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Vom Flop zum Top? |
23.02.2025 14:48:00
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Die grössten S&P 500-Verlierer - Kaufchance oder weiteres Risiko?

Das vergangene Jahr dürfte für eine grosse Zahl von Aktionären erfolgreich gewesen sein. Doch es gab auch Ausreisser: Sind die Verlierer von gestern die Gewinner von morgen?
• Analysteneinschätzungen zu den Flop-Aktien zeigen teils Erholungspotenzial
• Herausforderungen und Unsicherheiten bleiben bestehen
Der breite US-Index S&P 500 hat im vergangenen Jahr inklusive Dividenden um rund 25 Prozent zugelegt und knüpfte damit nahtlos an seine starke Entwicklung aus dem Vorjahr an: Bereits 2023 hatte das Börsenbarometer mehr als 26 Prozent an Wert gewonnen. Getrieben wurde der Markt einmal mehr von der starken Performance von Techtiteln, aber auch die Kommunikationsdienste und der Konsumgütersektor entwickelten sich stark. Doch es gab sie - die Ausreisser nach unten, auch in den Top-Performer-Branchen.
Die Flops des S&P 500 2024
Den grössten Abschlag mussten Anleger von Walgreens hinnehmen, gefolgt von Intel-Aktionären. Doch auch Moderna, Celanese und Estée Lauder sorgten im Jahr 2024 für deutliche Verluste in den Anlegerdepots. Inmitten eines starken Bullenmarktes ging es für jeden dieser Titel im breiten Markt kräftig abwärts - zwischen 49 und 64 Prozent.
Setzt sich diese Tendenz auch im Jahr 2025 fort? Analysten bewerten die Flopaktien des S&P 500 im neuen Jahr durchaus unterschiedlich.
Estèe Lauder
49 Prozent hat die Aktie von Estée Lauder 2024 an Wert eingebüsst. Der US-amerikanische Kosmetikhersteller steht aber nicht erst seit dem vergangenen Jahr an der Börse unter Druck - bereits seit der Corona-Zeit ging es für den Anteilsschein kontinuierlich abwärts - von seinem Allzeithoch, das im Januar 2022 bei 356,68 US-Dollar markiert wurde, ist der Titel inzwischen Welten entfernt. Zuletzt mussten Anleger an der Börse noch 72,18 US-Dollar für eine Estée Lauder-Aktie auf den Tisch legen (Stand: Schlusskurs vom 18. Februar 2025).
Zu wenig, glauben offenbar Analysten: Das durchschnittliche Kursziel für die Estée Lauder-Aktie liegt auf TipRanks bei 77,25 US-Dollar, damit wären noch rund 7,04 Prozent Luft für eine mögliche Erholung. Kurshöhen wie noch 2022 sieht aber wohl kein Experte, zumal die Bewertungen auch durchaus durchwachsen ausfallen. Von 22 Ratings laufen nur fünf auf "Buy", 16 Analysten vergeben eine "Halten"-Bewertung, einer rät sogar dazu, den Anteilsschein abzustossen.
Die Hoffnung auf eine Trendwende für das Geschäft - insbesondere auf dem angeschlagenen asiatischen Markt - dürfte das überschaubare Kursziel nicht rechtfertigen. Anleger sorgen sich insbesondere um die Restrukturierungskosten und den voraussichtlich weiter steigenden Verschuldungsgrad des Unternehmens. Auch S&P Global Ratings sieht dies als eines der grössten Probleme von Estée Lauder - entsprechend haben die Experten ihr Rating für das Unternehmen unlängst von "A" auf "A-" herabgestuft.
Celanese
Für die Celanese-Aktie ging es im letzten Jahr um deutliche 55 Prozent abwärts. Der Anteilsschein hat durchaus volatile Handelsjahre hinter sich, seit 2020 pendelt der Titel zwischen rund 75 US-Dollar und mehr als 174 US-Dollar hin und her. Seit dem Herbst 2024 haben aber die Bären das Ruder übernommen, weil verfehlte Gewinn- und Umsatzprognosen im dritten Quartal Anleger geschockt hatten. Das Chemieunternehmen führte eine Nachfrageschwäche als Grund für die schwache Geschäftsentwicklung an und räumte ein, dass sich diese auch im Folgequartal fortsetzen dürfte. Dass in diesem Zusammenhang Kostensenkungsmassnahmen verkündet wurden, die auch eine massive Kürzung der Dividende beinhalteten, verstärkte den Druck auf den Anteilsschein.
Ganz so schlimm wie 2024 dürfte es der Celanese-Aktie im Jahr 2025 aber wohl nicht ergehen - zumindest wenn man Analysten glauben mag: Die Experten vergeben ein durchschnittliches 12-Monats-Kursziel von 78,69 US-Dollar und rechnen damit mit einer Erholung des Anteilsscheins um rund 13 Prozent (Stand: Schlusskurs vom 18. Februar 2025). Doch Überzeugung zeigt sich auf Expertenseite kaum - von 13 Ratings lauten nur vier auf "Buy". Zu sieben "Hold"-Ratings gesellen sich zwei Verkaufsempfehlungen.
Entsprechend dürfte die mögliche Kurserholung wohl nicht der Hoffnung auf einen Turnaround zu verdanken sein. Dass sich das Unternehmen nun Ermittlungen wegen Wertpapierbetrugs ausgesetzt sieht, dürfte ebenfalls nicht dazu dienen, das Anlegervertrauen wiederherzustellen.
Moderna
Rund 58 Prozent hat der Biotechkonzern Moderna im letzten Jahr an Wert verloren. Der Höhenflug aus den Corona-Jahren ist endgültig vorbei, inzwischen hat sich auf Anlegerseite mehrheitlich Ernüchterung durchgesetzt. Rund 450 US-Dollar kostete die Moderna-Aktie noch im Jahr 2021 - mit einem aktuellen Kursniveau von 35,75 US-Dollar ist der Anteilsschein nur noch einen Bruchteil davon wert (Stand: Schlusskurs vom 18. Februar 2025).
Dass der Anteilsschein auch im laufenden Jahr bislang nicht auf die Beine kommt, ist neuen Hiobsbotschaften zu verdanken. So läuft das Impfstoffgeschäft nach der Corona-Zeit alles andere als zufriedenstellend, die Nachfrage nach COVID-Vakzinen ist massiv eingebrochen. Ein Hoffnungsträger hätte der zweite zugelassene Moderna-Impfstoff, ein RSV-Vakzin, werden sollen - aber auch hier ist die Nachfrage geringer als erwartet, in Deutschland hat es nicht einmal für eine Empfehlung durch die Ständige Impfkommission gereicht.
Dass der Biotechkonzern in dieser Geschäftslage seine Umsatzprognose kräftig gesenkt hat, wurde am Markt mit Enttäuschung aufgenommen. Kostensenkungsmassnahmen haben bei Moderna nun Priorität, was nicht darauf schliessen lässt, dass man mit einer baldigen Erholung des Geschäfts rechnet.
Den Absturz der Moderna-Aktie halten Analysten aber offenbar für überzogen. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von 46,43 US-Dollar trauen sie dem Anteilsschein eine Erholung um rund 30 Prozent zu. Dennoch: Bullen gibt es unter den Moderna-Analysten nur wenige: Von 17 Ratings lauten nur zwei auf "Kaufen", die Mehrheit der Experten, elf an der Zahl, raten immerhin zum Halten der Aktie, während vier Analysten ein "Verkaufen"-Rating vergeben haben.
Intel
Inmitten der Chip- und KI-Euphorie, die etwa Aktien von NVIDIA 2024 auf neue Höhen getrieben hatte, musste Intel im S&P 500 2024 einen Kursabschlag von 60 Prozent hinnehmen. Auch wenn sich der Abwärtstrend bei Intel damit im letzten Jahr deutlich beschleunigte: Bei dem Halbleiterhersteller läuft es an der Börse bereits seit geraumer Zeit nicht zufriedenstellend.
Einst war das US-Unternehmen Marktführer in der Halbleiterbranche, nun ist es abgeschlagen, was auch darauf zurückzuführen ist, dass man das Trendthema Künstliche Intelligenz mehr oder weniger verschlafen hat. Dass mit AMD ein direkter Konkurrent sogar im traditionell von Intel dominierten Markt für Endkunden Presseangaben zufolge am US-Traditionskonzern vorbeigezogen ist, ist Konsequenz einer Reihe unternehmerischer Fehlentscheidungen. Dass Grosskunde Apple inzwischen auf eigene Chips setzt, hat dem erfolgsverwöhnten Unternehmen ebenfalls massiv geschadet.
Zwar schlug sich Intel im jüngst abgelaufenen vierten Quartal besser als befürchtet, dennoch zeigten sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebniss deutliche Rückgänge im Vorjahresvergleich. Und das Geschäft dürfte weiter schwierig bleiben, darauf schwörte Intel seine Aktionärsbasis ein. Die Umsatzprognose für das laufende Quartal fiel schlechter aus als erhofft.
Für die gebeutelte Intel-Aktie bedeutet dies nichts Gutes. So liegt das durchschnittliche Kursziel von Analysten mit 22,67 US-Dollar um rund 17 Prozent unter dem aktuellen Kursniveau, damit würden die massiven Kursverluste des vergangenen Jahres aber nicht mal ansatzweise ausgeglichen (Stand: Schlusskurs vom 18. Februar 2025). 33 Ratings wurden gemäss TipRanks für die Intel-Aktie vergeben: 27 davon laufen auf "Halten". Nur ein Analyst hat eine Kaufempfehlung ausgesprochen, fünf raten dazu, den Anteilsschein aus den Depots zu werfen.
Dass Intel das Ruder allein herumreissen kann, halten nur noch wenige Experten für möglich. Stattdessen setzen Anleger und Beobachter auf eine mögliche Übernahme des Traditionskonzerns. Dass mit QUALCOMM unlängst ein möglicher Interessent abgesprungen ist, dürfte dem Kurs nicht eben zuträglich sein.
Walgreens
Walgreens Boots Alliance ist der unrühmliche Spitzenreiter der Flop-Aktien im S&P 500-Index für das Jahr 2024. Satte 64 Prozent niedriger schloss der Anteilsschein zum Jahresende. Dabei hatte das Jahr bereits schwach angefangen für die grösste US-amerikanische Apothekenkette: Im Februar 2024 flog die Walgreens-Aktie aus dem renommierten Dow Jones-Index - ersetzt wurde das Unternehmen durch den Handelsriesen Amazon. Verantwortlich für diese Entscheidung war nicht nur die Stärke des Internetriesen, sondern auch ein Aktiensplit bei Walgreens, der die Gewichtung der Aktie im Dow hatte sinken lassen.
Doch die Kapitalmassnahme allein war nicht der Grund für den Absturz von Walgreens, bereits seit Jahren hat der Einzelhändler Probleme. Opiod-Klagen hatten das Unternehmen überzogen, in China hatten Wertberichtungen zu einem Milliardenverlust auf Unternehmensebene geführt. Noch 2015 hatte der Börsenwert von Walgreens bei 100 Milliarden US-Dollar gelegen - inzwischen ist das Unternehmen an der Börse noch 8,38 Milliarden US-Dollar wert (Stand: Schlusskurs vom 10. Februar 2025).
Kostensenkungsmassnahmen sind auch bei Walgreens das Gebot der Stunde: In den kommenden drei Jahren sollen 1'200 Geschäfte geschlossen werden, eine Dividende bekommen Anleger vorerst nicht. So wolle man auf eine Sanierung hinarbeiten, die "auf einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell beruht". Auch eine Übernahme ist immer wieder im Gespräch - zuletzt hatte ein Finanzinvestor Interesse gezeigt.
Für Analysten offenbar kein Grund, allzu grosses Vertrauen in die Walgreens-Aktie zu haben. Das durchschnittliche Zwölfmonats-Kursziel liegt mit 11,63 US-Dollar zwar um 5,30 Prozent über dem aktuellen Kursniveau (Stand: Schlusskurs vom 18. Februar 2025), angesichts des massiven Kurseinbruches im vergangenen Jahr wäre dies aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Zehn Analysten bewerten die Aktie - sieben davon mit "Halten". Einer einzigen Kaufempfehlung stehen zwei Verkaufen-Empfehlungen gegenüber.
Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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