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Texas Instruments Aktie 976910 / US8825081040

Schwächephase beendet 23.04.2026 21:13:00

Texas Instruments-Aktie explodiert: Starke Quartalszahlen dank KI-Infrastruktur

Texas Instruments-Aktie explodiert: Starke Quartalszahlen dank KI-Infrastruktur

Mit seinen am Mittwoch nachbörslich veröffentlichten Quartalszahlen hat der US-Halbleiterhersteller Texas Instruments die Anleger positiv überrascht.

• Quartalsbilanz von Texas Instruments übertrifft Erwartungen
• Auch Ausblick besser als erhofft
• Steigende Nachfrage aus dem Industrie- und Datenzentrumssegment

Im ersten Quartal 2026 erzielte Texas Instruments einen Umsatz von 4,83 Milliarden US-Dollar und lag damit rund 19 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das gab der Konzern am Mittwochabend bekannt. Der Nettogewinn stieg auf 1,55 Milliarden US-Dollar, das Ergebnis je Aktie erreichte 1,68 Dollar. Damit übertraf das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich, denn diese hatten laut "Investing.com" im Vorfeld nur einen Umsatz von 4,52 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 1,36 US-Dollar auf dem Zettel gehabt.

Die von Texas Instruments vorgelegten Zahlen zeigen: Der zyklische Abschwung der vergangenen zwei Jahre könnte früher enden als erwartet. Denn die jüngste Geschäftsentwicklung ist vor allem vor dem Hintergrund der zurückliegenden Lagerbereinigungsphase im Industriebereich beeindruckend. Über viele Quartale hinweg hatten Kunden Bestände abgebaut, was zu schwacher Nachfrage nach Analogchips führte. Nun scheint sich dieser Trend zu drehen: Wie Texas Instruments-CEO Haviv Ilan in der Pressemeldung zu den Zahlen angab, wurde das Umsatzwachstum vor allem durch eine steigende Nachfrage aus dem Industrie- und Datenzentrumssegment getragen.

KI-Infrastruktur wird zum neuen Wachstumsmotor

Eine der grössten Überraschungen des Quartals ist die Geschwindigkeit, mit der Texas Instruments vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitiert. Zwar produziert das Unternehmen keine Hochleistungs-KI-Prozessoren wie spezialisierte GPU-Hersteller, doch seine Analogchips sind zentral für Stromversorgung, Signalverarbeitung und Schnittstellen moderner Rechenzentren: Im Zuge der globalen Investitionswelle in KI-Server stieg der Umsatz im Datacenter-Segment um rund 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagte Ilan laut "Reuters" im Rahmen der Telefonkonferenz, die die Zahlenvorlage begleitete.

Damit etabliert sich ein Bereich als struktureller Wachstumstreiber, der bislang im Geschäftsmodell des Konzerns eine eher untergeordnete Rolle spielte. Für Investoren ist das ein wichtiges Signal: Texas Instruments entwickelt sich zunehmend von einem klassischen Industriezulieferer zu einem indirekten Profiteur des KI-Booms.

Industrie und Automotive senden Erholungssignale

Neben dem Datacenter-Geschäft zeigte auch der grösste Einzelmarkt des Unternehmens - der Industriebereich - deutliche Fortschritte. Hier war Texas Instruments in der Vergangenheit besonders stark vom Lagerabbau betroffen gewesen. Die jüngsten Zahlen deuten jedoch darauf hin, dass Kunden ihre Bestände wieder aufstocken und Investitionen anziehen.

Auch im Automotive-Segment scheint sich die Nachfrage zu stabilisieren. Analogchips sind in modernen Fahrzeugen unverzichtbar, etwa für Fahrerassistenzsysteme, Leistungselektronik oder Batteriemanagement in Elektroautos. Die strukturelle Elektrifizierung des Verkehrs bleibt damit ein langfristiger Wachstumstreiber für den Konzern.

"Wir glauben, dass der Industriesektor mit geringen Lagerbeständen und steigenden Abverkäufen besonders stark ist. Auch der Automobilsektor dürfte einen neuen Aufschwung erleben", kommentierte auch Stifel-Analyst Tore Svanberg laut "Reuters".

Optimistischer Ausblick für das zweite Quartal sorgt für gute Stimmung

Noch stärker als die aktuellen Zahlen überraschte jedoch der Ausblick von Texas Instruments. Für das zweite Jahresviertel erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 5,0 und 5,4 Milliarden US-Dollar sowie einen Gewinn je Aktie zwischen 1,77 und 2,05 US-Dollar. Auch diese Zahlen liegen gemäss "Investing.com" deutlich über den bisherigen Erwartungen am Markt, denn dort kursierte bislang eine Umsatzschätzung von 4,9 Milliarden US-Dollar, während beim EPS 1,57 US-Dollar prognostiziert werden.

Die Prognosen von Texas Instruments wirken im traditionell vorsichtigen Analogchip-Segment ungewöhnlich offensiv. Sie deuten darauf hin, dass sich der Nachfragezyklus schneller normalisiert als bislang angenommen. Entsprechend reagierten die Märkte: Die Texas Instruments-Aktie legt am Donnerstag im NASDSAQ-Handel zeitweise um 17,26 Prozent auf 277,08 US-Dollar zu.

Carolin Ludwig, Benedict Kurschat, Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Katherine Welles / Shutterstock.com,courtesy of Texas Instruments
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23.10.24 Texas Instruments Buy UBS AG
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