Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

DAX 40 998032 / DE0008469008

21’717.39
Pkt
-673.45
Pkt
-3.01%
03.04.2025
27.03.2025 17:57:36

Aktien Frankfurt Schluss: Dax belastet von US-Autozöllen

FRANKFURT (awp international) - Für den Dax ist es am Donnerstag angesichts der angekündigten US-Autozölle weiter abwärts gegangen. Allerdings wurden die Anleger nach dem ersten Schock, der den Dax kurz unter die Marke von 22.500 Punkten drückte, zumindest wieder etwas gelassener.

Aus dem Handel ging der deutsche Leitindex bei 22.678,74 Punkten. Mit 0,7 Prozent hat sich der bis zu 1,6 Prozent hohe Abschlag also letztlich noch mehr als halbiert. Der Dax verblieb jedoch unter der 21-Tage-Durchschnittslinie, die ihm bei der Konsolidierung vom Rekordhoch von 23.476 Punkten bis vor kurzem noch Halt geboten hatte. Der MDax der mittelgrossen Unternehmen gab am Donnerstag um 0,82 Prozent auf 28.628,56 Punkte nach.

US-Präsident Donald Trump machte seine Drohungen wahr und kündigte für Anfang April Zusatzzölle in Höhe von 25 Prozent auf alle Autoimporte an. Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank sprach von einem "schweren Schlag für die deutsche Autoindustrie", deren Aktien die Kursverluste im Dax mitprägten.

Geht es nach den Experten von Index Radar, ist damit aber nun "die Katze zumindest teilweise aus dem Sack". Sie sprachen jedoch eher von "Nervosität statt Panik" vor dem, was kommt. "Entscheidend ist weniger die Politik selbst als die Unsicherheit über ihre wirtschaftlichen Folgen", schrieben sie.

Im Dax litten die Anteile der Autobauer Porsche AG , Mercedes-Benz , BMW und Volkswagen . Sie büssten zwischen 1,5 und 2,7 Prozent wegen der erwarteten Belastungen, die mit den US-Zöllen einhergehen, ein. Wie Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank schrieb, dürften im US-Geschäft die Gewinnmargen sinken. Anderswo befürchtet der Experte mehr Wettbewerbsdruck, sollten andere Länder wie Japan oder Südkorea ihre Exporte verstärkt nach Europa umlenken.

Ein weiterer grosser Dax-Verlierer waren die BASF-Anteile mit minus 3,5 Prozent. Die US-Bank JPMorgan wird pessimistischer für die Chemiebranche und sprach dabei dem deutschen Branchenkonzern ein negatives Votum aus. Den Ludwigshafenern attestierte Analyst Chetan Udeshi dabei auch eine vergleichsweise hohe Bewertung.

Auch Zahlenvorlagen beschäftigten vereinzelt wieder die Anleger. Rational etwa kam wegen eines verhaltenen Ausblicks mächtig unter Druck obwohl dieser nicht ganz überraschte. Nach einem Spitzenverlust, der über acht Prozent gross war, wurde das Minus bei dem Grossküchenausrüster mit letztlich fast fünf Prozent nur etwas kleiner. Auf der Gegenseite profitierte der Lagerausrüster Jungheinrich mit plus 1,4 Prozent von einem erfreulichen Ausblick.

Im Nebenwerte-Index SDax liess schwindende Euphorie für eine mögliche Übernahme den Kurs von ProSiebenSat.1 um zehn Prozent abrutschen. Obwohl sich Berichte über eine Offerte des Grossaktionärs MediaForEurope bestätigten, herrschte Ernüchterung, weil die Italiener nur den gesetzlichen Mindestpreis bezahlen wollen. "Das ist nicht das Gebot, auf das die Bullen gehofft hatten", kommentierte Warburg-Analyst Jörg Philipp Frey.

Mit fast neun Prozent war im SDax der Kursverlust bei SMA Solar ebenfalls besonders gross. Bei dem Wechselrichter-Hersteller monierten Börsianer einen nur teilweise überzeugenden Auftragseingang.

Sehr gefragt war hingegen die Aktien des Index-Mitglieds Vossloh mit einem Anstieg um 5,5 Prozent. Der Profiteur des deutschen Infrastrukturprogramms überzeugte mit soliden Zahlen und einem rekordhohen Auftragseingang. "Der Ausblick lässt noch Überraschungspotenzial", kommentierte Baader-Expertin Zana Mamelli.

Generell im Aufwind befanden sich die Aktien aus dem United-Internet-Konzern . Die Titel des Mutterkonzerns nebst seiner Töchter 1&1 und Ionos zogen am Donnerstag alle um mehr als sechs Prozent an. Am Vortag wurden enttäuschende Ausblicke von United und 1&1 mit dem Dreh ins Plus abgehakt, nun kamen von Ionos keine Störfeuer. Im vierten Quartal habe der Internet-Dienstleister positiv überrascht und der Ausblick erfülle die Erwartungen, hiess es vom Goldman-Sachs-Experten Andrew Lee./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Investieren in Rüstungsaktien – Wall Street Live mit Tim Schäfer

Tim Schäfer analysiert im Gespräch mit David Kunz (COO der BX Swiss) die spannendsten Defense-Aktien aus Europa und den USA. Sind Rheinmetall, Palantir oder Lockheed Martin noch kaufenswert – oder schon überbewertet?
Wir sprechen über die Rolle von Trumps NATO-Druck, die massive Aufrüstung in Europa und warum gerade europäische Rüstungsaktien boomen.

✅ Top-Performer 2024
✅ Value- und Dividenden-Checks
✅ Geheimtipps wie BAE Systems, Thales & Co.
✅ Palantir als digitaler Profiteur

In unserem zweiwöchigen Format „Wall Street Live“ mit Tim Schäfer behandeln wir Topaktuelle Themen des Marktgeschehens.
🛑 Wichtig: Das Thema Rüstung ist gesellschaftlich wie ethisch komplex – in diesem Video beleuchten wir vor allem die börsentechnische Entwicklung und die wirtschaftlichen Auswirkungen globaler Ereignisse.

👉🏽 https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/

Investieren in Rüstungsaktien – Wall Street Live mit Tim Schäfer

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’045.36 13.76 U80SSU
Short 13’541.30 8.99 BK6SXU
SMI-Kurs: 12’279.48 03.04.2025 17:31:25
Long 11’820.00 19.95
Long 11’540.00 13.96
Long 10’970.55 8.73 SSQMQU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

Indizes in diesem Artikel

DAX 21’717.39 -3.01%
MDAX 26’874.62 -2.25%

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}