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Geändert am: 08.01.2026 22:06:56

Dow geht fester aus dem Handel -- SMI schlussendlich etwas höher -- DAX schliesst wenig verändert -- Asiens Börsen am Donnerstag letztlich in Rot

Am heimischen sowie am deutschen Aktienmarkt ging es nur seitwärts. Der Dow legte am Donnerstag zu. An den Märkten in Fernost ging es abwärts.

SCHWEIZ

Am heimischen Aktienmarkt blieben die Anleger am Donnerstag vorsichtig.

Der SMI zeigte nach einem stabilen Start nur überschaubare Ausschläge und schloss am Abend mit einem leichten Plus von 0,20 Prozent bei 13'350,82 Indexpunkten.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex und beendeten den Handelstag 0,12 Prozent höher bei 18'407,20 Zählern bzw. 0,12 Prozent fester bei 2'165,07 Stellen.

Insgesamt kam der Leitindex SMI kaum vom Fleck. Nach dem starken Start ins neue Jahr scheint vorerst eine Konsolidierung der jüngsten Gewinne angesagt, erklärte ein Händler. Diese hatte bereits am Vortag nach Erreichen des neuen Rekordstandes bei beinahe 13'400 Punkten eingesetzt. Zurückhaltung dürfte das Motto der Investoren aber auch mit Blick auf die am morgigen Freitag terminierten offiziellen Arbeitsmarktdaten aus den USA gewesen sein. Dann erhofft man sich weitere Indikationen hinsichtlich des künftigen Zinspfads der US-Notenbank.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt trat am Donnerstag auf die Bremse.

Der DAX kletterte nach einer stabilen Eröffnung über die 25'200-Punkte-Marke. Am frühen Nachmittag rutschte das Börsenbarometer in die Verlustzone bevor es im weiteren Verlauf wieder in die Nähe der Nulllinie klettern konnte. Letztlich beendete es die Sitzung mit einem marginalen Plus von 0,02 Prozent bei 25'127,46 Stellen.

Mit starken Daten aus der deutschen Industrie im Rücken hat der DAX am Donnerstag seine Rekordrally zunächst fortgesetzt. Nach einem Sprung über die runde Marke von 25'000 Punkten am Vortag kletterte der Leitindex am Morgen zeitweise über 25'200 Punkte. Dann bekamen die Anleger aber kalte Füsse.

Der Auftragseingang für die deutsche Industrie war im November überraschend hoch ausgefallen. Er kletterte im Vergleich zum Vormonat um 5,6 Prozent, wobei es bereits in den zwei Monaten zuvor deutliche Zuwächse gegeben hatte. "Der leichte Aufwärtstrend der vergangenen Monate scheint sich zu bestätigen. Die Talsohle dürfte durchschritten sein", freute sich denn auch Volkswirt Marc Schattenberg von Deutsche Bank Research über die "endlich einmal wieder guten Nachrichten für die Industrie".

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten am Donnerstag eine unterschiedliche Tendenz.

Zwar eröffnete der Dow Jones leichter, im weiteren Handelsverlauf konnte er aber ins Plus drehen. Zum Schlussläuten gewann er 0,55 Prozent bei 49'266,11 Punkten.
Der NASDAQ Composite startete mit einem Verlust und vergrösserte diesen im Anschluss. Schlussendlich ging er 0,44 Prozent schwächer bei 23'480,02 Zählern aus der Sitzung.

Die vorbörslich veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge setzten keinen Impuls. Sie fielen im Rahmen der Erwartungen aus. Gleiches galt am Vortag bereits für die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft im Dezember. Damit liefern die Daten keine Hinweise für den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht für Dezember, der am Freitag auf der Agenda steht und für die Zinspolitik der US-Notenbank Fed wichtig ist.

Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Oktober nur halb so gross wie erwartet gewesen. Es betrug nach vorläufigen Berechnungen 29,35 Milliarden Dollar nach revidiert 48,14 (vorläufig: 52,83) Milliarden im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Passivsaldo von 58,40 Milliarden Dollar gerechnet. Die Produktivität ex Agrar traf mit einem Plus von 4,9 Prozent im dritten Quartal exakt die Prognose.

Im Fokus standen die US-Rüstungswerte. US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angekündigt, den Branchenunternehmen Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe zu verbieten. Diese und übertrieben hohe Vergütungen für das Management verhindern seiner Meinung nach Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung. Trump kündigte aber auch an, dass der US-Verteidigungshaushalt bis 2027 auf 1,5 Billionen US-Dollar ansteigen soll.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentierten sich am Donnerstag eine Spur tiefer.

In Tokio notierte der Nikkei 225 schliesslich 1,63 Prozent schwächer bei 51'117,26 Punkten.

Der Shanghai Composite zeigte sich derweil mit minimalen Abgaben von 0,07 Prozent auf 4'082,98 Zähler.

Deutlicher abwärts ging es in Hongkong: Der Hang Seng verlor letztlich 1,17 Prozent auf 26'149,31 Stellen.

Mit einer negativen Tendenz zeigten sich die Börsen in Ostasien am Donnerstag. Nach Vorgaben der Wall Street, die nicht viel hergaben, ging es mit dem japanischen Nikkei 225 im Zuge weiterer Gewinnmitnahmen nach dem fulminanten Wochenstart weiter nach unten. Dazu kommt die jüngst weiter eskalierte Spannung zwischen Japan und China als Stimmungsdämpfer.

Nachdem China zunächst Kontrollen von Exporten von Gütern nach Japan verhängt hat, ist inzwischen die Untersuchung bestimmter Importe aus Japan eingeleitet worden, konkret im Hinblick auf die Chemikalie Dichlorosilan, die vor allem in der Halbleiterindustrie verwendet wird.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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