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Geändert am: 22.01.2026 17:58:08
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Entspannung im Grönland-Streit: SMI und DAX beenden Handel mit Gewinnen -- Märkte in Fernost schliesslich in Grün
Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt legten zu. An der Wall Street geht es nach oben. Am Donnerstag bewegten sich die wichtigsten asiatischen Indizes auf grünem Terrain.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt verbuchte am Donnerstag Gewinne.
So eröffnete der SMI den Handelstag höher und verweilte auch weiterhin in der Gewinnzone. Er schloss 0,54 Prozent stärker bei 13'228,40 Zählern.
Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI präsentierten sich deutlich fester, nachdem sie schon stärker in den Handel gingen. Sie verabschiedeten sich 0,6 Prozent im Plus bei 18'315,84 Punkten, respektive 0,54 Prozent fester bei 2'147,07 Stellen.
Die Kehrtwende des US-Präsidenten im Streit um Grönland hat den schweizerischen Aktien am Donnerstag nach oben geholfen. Donald Trump will auf die Strafzölle verzichten, die er einigen europäischen Nato-Mitgliedsstaaten angedroht hatte, nachdem diese Soldaten auf die zu Dänemark gehörende Insel Grönland entsandt hatten, um ihre Solidarität zu bekunden. Wie Trump sagte, hat er sich mit dem Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf den Rahmen eines Abkommens über Grönland verständigt, Details dazu nannte er jedoch nicht. Die Schweiz wäre von den Zöllen nicht direkt betroffen gewesen, aber indirekt in Mitleidenschaft gezogen worden, denn die EU ist ihr grösster Handelspartner.
DEUTSCHLAND
Anleger am deutschen Aktienmarkt fassten am Donnerstag wieder Mut.
So nahm der DAX den Handel bereits fester auf und bewegte sich auch weiterhin deutlich im Plus. Er verliess den Tag mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 24'856,47 Punkten.
Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag zur Erholung angesetzt. Denn die Drohung durch neue US-Zölle vom 1. Februar an gegen acht europäische Länder ist nach einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte wieder vom Tisch.
Trump hat mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Drohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.
"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."
WALL STREET
Die US-Börsen legen am Donnerstag zu.
Der Dow Jones eröffnete die Sitzung mit Gewinnen von 0,25 Prozent bei 49'201,81 Einheiten und steigt auch weiterhin.
Der NASDAQ Composite startete den Handelstag 0,93 Prozent fester bei 23'440,71 Punkten und verbleibt auch anschliessend auf grünem Terrain.
Die US-Börsen haben am Donnerstag dank des etwas entschärften geopolitischen Konflikts um Grönland und gemilderter Handelsspannungen zwischen den USA und Europa an ihre Vortageserholung angeknüpft.
Für die deutlichen Kursgewinne am Mittwoch hatte die Nachricht gesorgt, dass es keine US-Strafzölle gegen acht europäische Länder einschliesslich Deutschland zum 1. Februar geben soll, die Donald Trump wegen des Streits um Grönland angedroht hatte.
Der US-Präsident hatte zudem ein Rahmenabkommen mit der Nato zur Beilegung des jüngsten Streits um Grönland angekündigt. Zuvor hatte Trump noch seinen Anspruch bekräftigt, Grönland müsse aus Sicherheitsgründen an die USA übergehen, gleichzeitig aber in diesem Fall die Anwendung von Gewalt ausgeschlossen. Anleger atmen nun weiter durch, bleiben aber ob der Unberechenbarkeit Trumps auf der Hut.
ASIEN
Aufwärts ging es an den Börsen in Fernost am Donnerstag.
In Tokio legte der Nikkei 225 schlussendlich kräftig um 1,73 Prozent zu auf 53'688,89 Indexpunkte.
Auf dem chinesischen Festland war hingegen ein kleines Plus zu erkennen: Der Shanghai Composite notiert letztlich leichte 0,14 Prozent höher bei 4'122,58 Einheiten.
Leicht aufwärts ging es unterdessen in Hongkong: Der Hang Seng präsentierte sich schliesslich 0,17 Prozent fester bei 26'629,96 Stellen.
Zeichen der Entspannung im Grönland-Streit sorgten am Donnerstag an den asiatischen Aktienmärkten für teils kräftige Kursgewinne. US-Präsident Donald Trump hatte mitgeteilt, es sei ein Rahmenabkommen zu einer zukünftigen Vereinbarung über Grönland und die Arktis erzielt worden. Seine Drohung weiterer Zölle gegen europäische Länder zog Trump zurück.
Die Grönland-Entwicklungen verdrängten in Tokio die jüngsten Zweifel, wie die japanische Regierung höhere fiskalische Ausgaben finanzieren will. Vor diesem Hintergrund wird mit Spannung auf die am Freitag anstehende geldpolitische Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) gewartet. Da allgemein damit gerechnet werde, dass die BoJ die Zinsen unverändert lasse, liege der Fokus auf der Pressekonferenz von Notenbankpräsident Kazuo Ueda, meinten Analysten. Im Dezember 2025 hatte die BoJ ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 0,75 Prozent angehoben - den höchsten Stand seit drei Jahrzehnten. Leicht stützend wirkt, dass die japanischen Exporte im Dezember den vierten Monat in Folge gestiegen sind, auch wenn der Anstieg unter den Erwartungen geblieben war.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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Wirtschaftsdaten
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| 22.01.26 | Persönliche Konsumausgaben - Preisindex (Monat) |
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