In den USA |
27.04.2023 16:24:00
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Continental-Aktie steigt: Continental startet Kooperation mit Aurora Innovation - Conti-CEO Setzer verlängert Vertrag
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Continental will sein künftiges Geschäft rund um Technologien für das autonome Fahren mit einer weiteren Kooperation in den USA stärken.
Die Technik solle helfen, den wachsenden Güterverkehr zu entlasten. Das Basissystem Aurora Horizon werde bereits "menschliche Kapazitäten ergänzen" können. Ziel sei darüber hinaus eine autonome Steuerung von Trucks. Von Conti wird ein "Rückfallsystem" stammen: "Im Fall eines Ausfalls des autonomen Primärsystems dient es dazu, sicherzustellen, dass der fahrerlose Lkw die Fahraufgabe weiter übernimmt und bis zur nächstmöglichen, sicheren Position weiterfährt."
Conti stellt dabei Sensorik, Steuergeräte und schnelle Rechner zur Verfügung. "Das erste kommerziell skalierbare autonome Lkw-System wird Spediteuren und Flottenbetreibern neue Transportmöglichkeiten eröffnen", versprach der zuständige Manager Frank Petznick.
Der Sparte der Automatisierungs- und Assistenzsysteme kommt bei den Hannoveranern seit einem Konzernumbau eine grössere Bedeutung zu. Es gibt schon länger Gerüchte über einen Börsengang. Derzeit bestehen bereits mehrere Beteiligungen und Partnerschaften. Anfang Januar stellte Continental auf der Technikmesse CES in Las Vegas eine strategische Zusammenarbeit mit der US-Firma Ambarella vor, die auf Mikrochip-Module mit Künstlicher Intelligenz (KI) spezialisiert ist.
Bei der Software-Firma Apex.AI stieg Conti 2021 als Anteilseigner ein - hier geht es etwa um ein Basis-Betriebssystem, das den Grundstein für kompliziertere Anwendungen zum autonomen Fahren oder für verschiedene Sicherheits- und Assistenzfunktionen bilden kann. In China wurde mit der chinesischen KI-Firma Horizon Robotics ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet. Auch derVolkswagen-Konzern steckt grosse Summen in ein Joint-Venture mit dieser Firma.
Conti-Chef Setzer verlängert Vertrag
Continental-Chef Nikolai Setzer soll bis mindestens Ende März 2029 an der Spitze des Autozulieferers und Reifenherstellers bleiben. Der Aufsichtsrat des DAX-Konzerns verlängert den Vertrag des Managers entsprechend, wie Conti am Donnerstag nach einer Sitzung des Kontrollgremiums mitteilte. Setzer wird allerdings die bisher von ihm ebenfalls geleitete Kernsparte für Automobiltechnik an Philipp von Hirschheydt abgeben - eine Konzentration des Vorstandsvorsitzenden auf die Führung des Gesamtunternehmens war schon länger geplant. Von Hirschheydt (48) soll die neue Aufgabe zum 1. Mai übernehmen.
Setzer (52) ist seit Ende 2020 Vorstandschef. Er löste damals seinen langjährigen Vorgänger Elmar Degenhart ab, der wegen gesundheitlicher Probleme um ein Vertragsende gebeten hatte. Setzer hatte zuvor bereits das Autozuliefer- und das Reifengeschäft geführt. Der Konzern verordnete sich ein weitreichendes Umbauprogramm - weg von klassischer Technik wie Hydraulik und Verbrennerantrieben, hin zu mehr Software, Elektronik und Bauteilen für die Elektromobilität.
Deka: Conti soll sich mehr zutrauen bei Unternehmensumbau
Der Autozulieferer Continental sollte sich nach Einschätzung der Deka beim Umbau des Konzerns mehr zutrauen und stärker auf Vereinfachung setzen. "Der Mut zu einer stärkeren Umstrukturierung fehlt", sagte Ingo Speich als Vertreter der Fondsgesellschaft der Sparkassen auf der Hauptversammlung des Unternehmens laut Redetext. "Die vermeintlichen Zukunftsinvestitionen wie Autonomes Fahren und Software verschlingen Unsummen und bringen bisher nicht den gewünschten Ertrag." Die Margen seien 2022 in allen Divisionen "erschreckend gering" gewesen.
Der Konzern aus Hannover hatte die vergangenen Jahre wegen hoher Sonderbelastungen, Abschreibungen und eines teils widrigen Branchenumfelds im Vergleich zu früheren Zeiten mit einer spürbar geringeren Profitabilität zu kämpfen. Nach einer bereinigten EBIT-Marge von nur 5,0 Prozent soll sich die Rendite dieses Jahr leicht auf etwa 5,5 bis 6,5 verbessern. Im Jahr 2015 hatte Conti noch eine bereinigte EBIT-Marge von gut 11 Prozent erzielt. Mittelfristig will der Konzern wieder eine bereinigte EBIT-Marge zwischen rund 8 und 11 Prozent erreichen, versprach CEO Nicolai Setzer nun den Aktionären.
"Die Unternehmensstruktur von Continental ist zu komplex und schwer zu steuern", kritisierte Speich weiter. Der Konzern bewege sich in einer extrem dynamischen Branche zu langsam gegenüber den Wettbewerbern. "Entscheidungswege müssen verkürzt und eine weitere Vereinfachung wird unausweichlich sein, um sich in der Branche behaupten zu können", so Speich.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/kla/mgo
(END) Dow Jones Newswires
April 27, 2023 05:49 ET (09:49 GMT)
Auf XETRA gewinnt die Conti-Aktie zeitweise 0,44 Prozent auf 64,50 Euro. /jap/DP/menHANNOVER/PITTSBURGH (awp international) /
FRANKFURT (Dow Jones)
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