Lufthansa Aktie 667979 / DE0008232125
| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Aktion | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (gross) | News + Adhoc | Bilanz/GuV | Termine | Strukturierte Produkte | Portfolio |
| Times + Sales | Chartvergleich | Analysen | Schätzungen | Profil | Watchlist | |
| Börsenplätze | Realtime Push | Kursziele | Dividende/GV | |||
| Orderbuch | Analysen | |||||
| Historisch | ||||||
|
06.10.2026 11:42:36
|
Germanwings-Prozess: Gericht weist Klage Hinterbliebener ab
BRAUNSCHWEIG (awp international) - Im Prozess um zusätzliches Schmerzensgeld für Angehörige der Opfer nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine mit 150 Toten hat das Landgericht Braunschweig die Klage abgewiesen. Nach Auffassung der Kammer können die Hinterbliebenen gleichwertige Ansprüche gegen die Germanwings GmbH geltend machen. Deshalb stehe ihnen kein Schmerzensgeld aus Amtshaftung gegen die Bundesrepublik Deutschland zu.
Die Richterin verwies auf das Montrealer Übereinkommen, das die Haftung im internationalen Luftverkehr regelt. Auf dieser Grundlage könnten Geschädigte grundsätzlich sowohl eigene als auch auf sie übergegangene Schmerzensgeldansprüche geltend machen.
Absturz in den französischen Alpen
Schon zum Prozessauftakt hatte das Gericht den Hinterbliebenen wenig Hoffnung gemacht: Die Kammer gehe davon aus, dass die Klage keine Aussicht auf Erfolg habe, sagte die Richterin damals. Die Kläger könnten ihre Ansprüche eher gegen die Fluggesellschaft geltend machen. Verhandelt wurde das Zivilverfahren gegen den Staat in Niedersachsen, weil das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) seinen Sitz in Braunschweig hat.
Am 24. März 2015 war eine Germanwings-Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt. 144 Passagiere und 6 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben. Die meisten Opfer kamen aus Deutschland und Spanien. Ermittlungen ergaben, dass der damalige Copilot das Flugzeug der Lufthansa-Tochtergesellschaft absichtlich gegen einen Berg gesteuert hatte.
Kläger: Flugtauglichkeit des Copiloten nicht ausreichend überwacht
30 Hinterbliebene verlangen jeweils bis zu 110.000 Euro von der Bundesrepublik Deutschland. Nach Überzeugung der Kläger wurde die Flugtauglichkeit des Copiloten damals nicht ausreichend überwacht. Aus ihrer Sicht waren die flugmedizinischen Gutachten mit Blick auf mögliche psychische Erkrankungen nicht weitreichend genug.
Unter den 150 Insassen des abgestürzten Flugzeugs waren auch 16 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen des Gymnasiums in Haltern am See in Nordrhein-Westfalen, die auf dem Rückweg von einem Schüleraustausch in Spanien waren. Die Katastrophe löste grosse Bestürzung und Trauer aus.
Hinterbliebener: "Es geht nicht ums Geld"
Schon nach Prozessbeginn in Braunschweig Ende August hatte Klaus Radner der Deutschen Presse-Agentur gesagt: "Also, ich sehe unsere Chancen bei einem Prozent." Er hat bei dem Flugzeugabsturz in den Alpen seine Tochter, ein Enkelkind und den Freund der Tochter verloren. Radner vertrat die Auffassung, dass viele Organisationen und Menschen versagt hätten. "Und da wollen wir einfach die Verantwortlichen benennen und auch verurteilt haben", sagte er damals.
Ziel der Klage sei es, Klarheit zu schaffen und dafür zu sorgen, dass sich ein solcher Fall niemals wiederhole, sagte Engelbert Tegethoff, der beim Absturz eine Tochter verloren hat, nach dem Prozessauftakt. "Es geht nicht ums Geld", betonte er. "Es geht um das Ziel, dass so eine Katastrophe nie wieder passiert". Dann wäre der Tod der Menschen aus seiner Sicht nicht ganz sinnlos gewesen.
Fluggesellschaft leistete Zahlungen
Die Lufthansa hatte nach dem Unglück Zahlungen geleistet. Nach früheren Angaben der Fluggesellschaft erhielten nächste Angehörige pro Person 10.000 Euro Schmerzensgeld, für jedes Todesopfer sollen ausserdem 25.000 Euro als sogenanntes vererbbares Schmerzensgeld gezahlt worden sein.
Die Folgen der Katastrophe beschäftigten über die Jahre mehrere Gerichte in verschiedenen Ländern. In Prozessen um zusätzliches Schmerzensgeld allerdings erlitten Hinterbliebene der Opfer Niederlagen an den Landgerichten in Frankfurt und Essen sowie in zweiter Instanz am Oberlandesgericht Hamm.
In diesen Verfahren ging es um Ansprüche gegen die Konzernmutter Lufthansa. Die Gerichte sahen die Verantwortung für die flugmedizinischen Tauglichkeitsuntersuchungen beim Staat./tst/DP/mis
Passende Hebelprodukte
Trading Signals: Givaudan: Auf den Geschmack gekommen
Der Aromen- und Duftstoffhersteller hat sich zuletzt vom breiten Markt absetzen können. Mit den Neunmonatszahlen könnte Givaudan den nächsten Schub nach oben auslösen.
Weiterlesen!Nachrichten zu Lufthansa AG
|
09:28 |
Anleger in Frankfurt halten sich zurück: MDAX präsentiert sich zum Start leichter (finanzen.ch) | |
|
06.10.26 |
Starker Wochentag in Frankfurt: MDAX bewegt schlussendlich im Plus (finanzen.ch) | |
|
06.10.26 |
Freundlicher Handel: MDAX mit grünem Vorzeichen (finanzen.ch) | |
|
06.10.26 |
MDAX-Handel aktuell: MDAX am Mittag im Aufwind (finanzen.ch) | |
|
06.10.26 |
Germanwings-Prozess: Gericht weist Klage Hinterbliebener ab (AWP) | |
|
06.10.26 |
Freundlicher Handel in Frankfurt: MDAX verbucht zum Start Zuschläge (finanzen.ch) | |
|
05.10.26 |
Schwacher Handel in Frankfurt: MDAX zeigt sich schlussendlich schwächer (finanzen.ch) | |
|
05.10.26 |
Verluste in Frankfurt: MDAX notiert nachmittags im Minus (finanzen.ch) |
Analysen zu Lufthansa AG
| 06.10.26 | Lufthansa Market-Perform | Bernstein Research | |
| 24.09.26 | Lufthansa Market-Perform | Bernstein Research | |
| 04.09.26 | Lufthansa Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 20.08.26 | Lufthansa Market-Perform | Bernstein Research | |
| 19.08.26 | Lufthansa Underweight | Barclays Capital |
Wo sind Aktien noch günstig? Chancen abseits des KI-Hypes – Wallstreet Live mit Tim Schäfer
KI-Aktien, Halbleiter und grosse US-Technologiewerte dominieren seit geraumer Zeit die Börse. Doch während dort die Bewertungen teilweise deutlich gestiegen sind, stellt sich für langfristige Anleger eine andere Frage: Wo gibt es abseits des KI-Booms noch interessante Unternehmen zu attraktiven Bewertungen?
Im Gespräch mit direkt aus New York geht es um unterschätzte Branchen, abgestürzte Qualitätsaktien und die Frage, wie Anleger interessante Unternehmen finden können, wenn gerade nicht der grosse Hype dahintersteht.
https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside ETF
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
SMI tiefer -- DAX sackt ab -- Asiens Börsen in RotAm heimischen Aktienmarkt geht es am Mittwoch nach unten. Die Erholung am deutschen Aktienmarkt gerät derweil ins Stocken. An den Börsen in Asien werden zur Wochenmitte Abschläge verzeichnet.


