Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

Lufthansa Aktie 667979 / DE0008232125

13.04.2026 15:36:36

Verhärtete Fronten bei erneutem Lufthansa-Pilotenstreik

(Ausführliche Fassung)

FRANKFURT (awp international) - Der erneute Pilotenstreik bei der Lufthansa hat für hunderte Flugausfälle gesorgt und die Fronten zwischen den Verhandlungspartnern verhärtet. Das Unternehmen hat die Forderungen der Piloten als "absurd und unerfüllbar" bezeichnet. Erneut mussten tausende Passagiere ihre Reisepläne ändern.

Am Montag warnte Personalvorstand Michael Niggemann die Spartengewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC) und Ufo, ihren Konfrontationskurs fortzusetzen. Mit Blick auf die entstehenden Kosten betonte der Manager: "Jeder Streik verkleinert die betroffene Fluggesellschaft."

Erster Streik bei Eurowings

Die VC hatte die Piloten der Lufthansa Kerngesellschaft, der Lufthansa Cargo und der Regionaltochter Lufthansa Cityline zu Arbeitsniederlegungen bis einschliesslich Dienstag aufgerufen. Es ist bereits die dritte Streikwelle in der laufenden Auseinandersetzung um höhere Betriebsrenten. Am Montag wurde zudem erstmals der Ferienflieger Eurowings für einen Tag bestreikt.

Protest zum Jubiläum angekündigt

Erst am Freitag vergangener Woche hatte ein Streik der Kabinengewerkschaft Ufo hunderte Flüge ausfallen lassen. Die Gewerkschaft zeigte sich entschlossen, ihren Protest auch auf die für Mittwoch (15. April) angesetzte Feierstunde zum 100. Jahrestag der Lufthansa-Gründung zu tragen.

Eine entsprechende Kundgebung vor dem neuen Tagungs- und Besucherzentrum am Flughafen sei angemeldet, sagte ein Sprecher. Auch die VC hat ihre Mitglieder zur Teilnahme an den Protesten aufgefordert. Zu der Feierstunde wird unter anderen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erwartet.

VC-Präsident Andreas Pinheiro machte die Lufthansa für die erneute Streikwelle verantwortlich. "Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmassnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus. In dieser Zeit gab es weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber."

Personalchef: Streiks ändern Strategie nicht

Niggemann begründete erneut den harten Kurs des Managements. Die Kerngesellschaft "Lufthansa Classic" sei heute schon auf vielen Strecken nicht mehr wettbewerbsfähig, so dass man die Kosten nicht noch weiter erhöhen könne. "Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Classic."

Für den Lufthansa-Konzern sei klar, dass Flugzeuge nur dort eingesetzt werden könnten, wo sie profitabel fliegen. Aus diesem Grund würden Gesellschaften ausserhalb der Kernmarke wie die neue Tochter Lufthansa City Airlines wachsen - auf Kosten der Kerngesellschaft. "Diese Streiks werden unsere Strategie nicht beeinflussen."

Die Lufthansa Kerngesellschaft ist zwar die mit Abstand grösste, aber auch unprofitabelste Airline im Konzern. Der Vorstand führt das unter anderem auf hohe Gehälter und starre Dienstpläne der Crews zurück.

In den vergangenen Jahren wurden mit Discover und City Airlines neue Flugbetriebe gegründet, die kostengünstiger unterwegs sein sollen. Zum Jahreswechsel stellten sie 45 von insgesamt 387 Passagierflugzeugen unter der Marke Lufthansa und sollen auch in den kommenden Jahren stark wachsen. Bei den Tarifverträgen blieben die Spartengewerkschaften aussen vor und Verdi machte entsprechende Verträge für das fliegende Personal.

Mehr als 1100 Absagen allein in Frankfurt

An den Flughäfen standen zum Auftakt der vierten Streikwelle im laufenden Jahr viele Maschinen still. Allein in Frankfurt waren für die beiden Tage zusammen mehr als 1100 Starts und Landungen abgesagt worden. In München wurden 710 Flugbewegungen gestrichen.

Lufthansa wollte rund die Hälfte der Langstreckenflüge stattfinden lassen. Auf der Nah- und Mittelstrecke sollte etwa jeder dritte Flug erfolgen. Ähnliches ist auch am Dienstag zu erwarten.

Bei Eurowings sollten rund 60 Prozent des ursprünglichen Plans geflogen werden. Der Ferienflieger kann zum einen auf die in Malta registrierte Eurowings Europe zählen, die nicht unter deutsches Tarifrecht fällt. Zudem könne man auf Unterstützung von Partner-Airlines rechnen. An den grossen NRW-Flughäfen Düsseldorf und Köln fiel knapp die Hälfte der geplanten Eurowings-Starts aus.

Auf den Internetseiten sowohl der Lufthansa als auch der Flughäfen wurden Passagiere gebeten, den Status ihres Fluges rechtzeitig online zu prüfen und gegebenenfalls ihre Airline oder den Reiseveranstalter zu kontaktieren.

Ausnahmen nach Nahost

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation im Nahen Osten sind Flüge von Lufthansa und Lufthansa Cityline aus Deutschland zu folgenden Destinationen vom Streik laut VC ausgenommen: Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigte Arabische Emirate.

ceb/DP/jha

In eigener Sache

Trading Signals: Stadler Rail: Auf dem richtigen Gleis

Der Zughersteller ist dabei, zentrale Bremsklötze zu lösen. Mit einem optimistischen Ausblick hat Stadler Rail die Investoren dazu gebracht, wieder einzusteigen - jetzt nimmt der Mid Cap Fahrt auf.

Weiterlesen!

Analysen zu Lufthansa AG

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
06:39 Lufthansa Underweight Barclays Capital
07.05.26 Lufthansa Halten DZ BANK
07.05.26 Lufthansa Hold Deutsche Bank AG
07.05.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
07.05.26 Lufthansa Neutral JP Morgan Chase & Co.
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Sandoz , Diamond Back Energy & TotalEnergies mit François Bloch

Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt
✅ Sandoz
✅ Diamond Back Energy
✅ TotalEnergies

https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Sandoz , Diamond Back Energy & TotalEnergies mit François Bloch

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’623.72 19.32 B3CS5U
Short 13’894.38 13.83 SO2BTU
Short 14’416.84 8.79 SWKBJU
SMI-Kurs: 13’095.79 08.05.2026 13:58:42
Long 12’518.20 19.04 SJCBCU
Long 12’248.95 13.75 S7SB9U
Long 11’709.60 8.94 S2JBMU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com